Stolz auf das Geleistete sein

Fokusevaluation an der Adold-Reichwein-Schule

Langenhagen. Die Fokusevaluation – für viele ein neues Wort, das einer Erklärung bedarf. Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung, kurz NLQ, sendet ein Team an die Schule, um an einem ausgewählten Fokusthema zu arbeiten und die Schule weiter zu entwickeln.
Im August lernten die Evaluatoren vom NLQ das erste Mal die Adolf- Reichwein- Schule in Langenhagen kennen. In einer mehrstündigen Sitzung wurden vom Kollegium zwei Schwerpunkte herausgearbeitet: Die Individualisierung des Unterrichts und der effektive Umgang mit Störungen im Unterricht. Die Lehrkräfte befassten sich anschließend intensiv mit beiden Punkten. Eine schulinterne Fortbildung sowie Dienstbesprechungen und Arbeitsgruppen trugen ihren Teil dazu bei.
In der vorletzten Novemberwoche war es dann soweit: Die Fokusevaluatoren kamen für drei Tage in die Schule und besuchten die Klassen im Unterricht. Immer mit dabei ein Beobachtungsbogen mit 21 Merkmalen guten Unterrichts, der um spezifische Merkmale der ausgewählten Schwerpunkte erweitert wurde.
Das Kollegium hatte sich vorgenommen, Unterricht zu zeigen, der den Alltag an der Schule widerspiegelt. Schon lange vor der Fokusevaluation hatten die Fachkräfte festgestellt, dass die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler immer unterschiedlicher wird und eine Individualisierung unumgänglich ist. Mit einem großen Anteil an nichtdeutschsprachigen Kindern sowie vielen Kindern, die einen speziellen Förderbedarf haben, wird an der Adolf- Reichwein- Schule das individuelle Lernen seit vielen Jahren gelebt.
Zusätzlich zu den Unterrichtsbesuchen gab es viele Gespräche, die mit den Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrerinnen und Lehrern geführt wurden. Im Abschlussgespräch wurden dann die Ergebnisse präsentiert. „Sie dürfen unglaublich stolz auf das sein, was Sie hier leisten.“, begann Frau Ranze die ausführliche Präsentation und erläuterte, dass die Ergebnisse außergewöhnlich gut seien. In vielen Schaubildern wurde dies verdeutlicht. Die Unterrichtsstunden zeichnen sich durch eine klare Struktur, ein unterstützendes Unterrichtsklima und ein differenziertes Angebot für die unterschiedlichen Lernstände der Kinder aus. Individualisierte Lehrwerke sowie die Wochenplanarbeit unterstützen diese Art von Unterricht. Die Lehrerinnen und Lehrer motivieren die Klassen und gehen positiv mit Fehlern um. Auftretende Störungen werden schnell gelöst, sodass der Unterricht weiterlaufen kann.
Die Adolf- Reichwein- Schule kann sich freuen. Vor allem aber wird den Lehrkräften das Lob der Eltern und Kinder im Gedächtnis bleiben. Sie äußerten gegenüber den Fokusevaluatoren eine hohe Zufriedenheit. Die Lehrkräfte schauen an dieser Schule nicht weg, sehen die Individualität des Einzelnen und geben den Kindern die bestmöglichsten Chancen, um zu lernen. Einer der Lehrkräfte fügte hinzu: „Wie schade, dass der Beobachtungsbogen keinen Punkt bezüglich der Menschlichkeit der Lehrerin oder des Lehrers hat. Das wird hier nämlich auch ganz großgeschrieben.“