Studieren probieren

Timo Heiken, Leiter der IGS Langenhagen und Martin Scholz, Leiter der zentralen Studienberatung an der Leibniz-Universität unterzeichnen den Kooperationsvertrag. Assistiert von Christoph Levers (links), Oberstufenkoordinator der IGS und Kimberly Schrader, Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit an der Uni Hannover (rechts). (Foto: D. Lange)

IGS Langenhagen unterzeichnet Kooperationsvertrag mit Leibniz-Universität

Langenhagen (dl). Die Leibniz-Universität Hannover bietet seit geraumer Zeit zweimal jährlich fakultätsübergreifende Hochschulpraktika an für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe in Niedersachsen, gedacht als eine universitäre Alternative zum Betriebspraktikum. In Kooperation mit interessierten Schulen richtet sich das Angebot der Universität unter anderem an diejenigen Jugendlichen aus Familien ohne akademischem Hintergrund oder wo entsprechende Erfahrungen aus dem Studium der Eltern schon lange zurückliegen. Mit der IGS Langenhagen, wurde jetzt ein entsprechender Kooperationsvertrag unterzeichnet. Damit ist die IGS eine der wenigen Schulen in Niedersachsen, die für seine Schülerinnen und Schüler ein solches Angebot vorsieht. Bereits jetzt liegen für das Frühjahr 2019 aus dem dafür in Frage kommenden elften Jahrgang der IGS 40 Bewerbungen vor für insgesamt 30 Praktikumsplätze. Mit dem Hochschulpraktikum sollen bei den Schülern vorhandene Berührungsängste mit dem Hochschulbetrieb abgebaut werden als auch Interesse wie Potentiale geweckt werden. Nicht zuletzt stellt das zehntägige Praktikum eine wichtige Entscheidungshilfe dar bei der Auswahl des richtigen Studienfachs dar. Keine leichte Aufgabe bei rund 180 Studiengängen, insbesondere, wenn es darum geht, die mit dem Studienfach im Zusammenhang stehenden potentiellen Berufsperspektiven mit den eigenen Vorstellungen in Einklang zu bringen. So kann am Ende eines Praktikums durchaus auch die Erkenntnis stehen: „Ein Studium kommt für mich nicht in Frage“. Das herauszufinden und Fehlentscheidungen bezüglich der Studienwahl vorzubeugen, ist eines der Ziele eines solchen Hochschulpraktikums, für das die Bewerberinnen und Bewerber keinerlei Qualifikationen brauchen außer Interesse. Die Hochschulreife ergibt sich später mit dem Abitur. Sie besuchen in der ersten Woche Vorträge und Workshops zu Themen wie Studienberatung- und Finanzierung, Internetrecherche oder Bibliotheksnutzung. Dazu kommen Besuche ausgewählter Vorlesungen zu verschiedenen Studiengängen im Rahmen des Juniorstudiums. In der zweiten Woche steht das Vertiefen individueller Interessen nach einem selbstständig erarbeiteten Stundenplan im Mittelpunkt. Wobei das „selbstständig“ im Studium in Form von Selbstorganisation und Selbstmotivation im Vergleich zum bisherigen Schulleben eine wichtige Rolle spielen wird. Neben den Hochschulpraktika ist die Leibniz-Universität eine offene Einrichtung, darauf legt der Leiter der zentrale Studienberatung, Martin Scholz.besonderen Wert. “Wir sind die Coaches, die für das Wohl der Studierenden arbeiten. Wir helfen bei Krisen und Prüfungsängsten und bieten ein vielfältiges Informations- und Beratungsangebot sowohl für die Studierenden als auch für alle Studieninteressierten."