Super-Ausmarsch in Hannover

Drei Festleiter der Schützen-Gemeinschaft beim Ausmarsch in Hannover (von links): Horst Neure (Langenforth), Runar Platz (Krähenwinkel) und Helmut Rust (Brink). (Foto: Holger Hollemann/dpa)

Langenhagener Schützen genossen den Beifall der Besucher

Hannover (kr). „Im Doubliertritt Marsch!“ lautet das traditionelle Startzeichen für den längsten Schützenausmarsch der Welt, der in diesem Jahr am 30. Juni in Hannovers Innenstadt über die Bühne ging. Er startete um 9 Uhr am Sprengelmuseum, bewegte sich durch die Calenberger Neustadt und dann rund um die Marktkirche Richtung Schützenplatz. Mit von der Partie waren 10.000 Angehörige von Schützenvereinen, Folkloregruppen Firmen und weiteren Institutionen. 5.000 Musiker in 100 Kapellen aus dem In- und Ausland sorgten für schwungvolle Klänge. Hinzu kamen fantasievoll geschmückte Festwagen, Kutschen mit viel Prominenz an Bord. Zahlreiche Trachten- und Handwerkergruppen rundeten das turbulente Treiben während des Umzugs ab. Daraus resultierte eine Ausmarschlänge von rund zehn Kilometern. Das ergab natürlich einige Wartezeiten, ehe auch der letzte Schütze im Zug die dreieinhalb Kilometer bis zum Festplatz in Angriff nehmen konnte.
Auch für viele Langenhagener Schützen ist es Jahr für Jahr Ehrensache, beim größten Schützenfest der Welt mit zu marschieren. Sie starteten im dritten Zug. Die Schützen-Gemeinschaft mit dem SV Langenforth, der Schützengesellschaft, dem SV Brink und und dem SV Krähenwinkel beteiligte sich mit über 200 Mitgliedern und wurden musikalisch begleitet von den Alvesroder Deistermusikanten. Auch Mitglieder von Rat und Verwaltung fanden sich vor Ort ein, an der Spitze Bürgermeister Mirko Heuer und sein Vertreter Willi Minne. Auch 150 Mitglieder vom SV Kaltenweide und dem SSV Schulenburg reihten sich in den Zug ein. Hier gab das Young Spirit Orchestra den Ton an.
Auch in diesem Jahr genossen die Langenhagener den Beifall der über 120.000 begeisterten Gäste an der Strecke. Außerdem wurde der gesamte Ausmarsch live im NDR-Fernsehen gesendet. Dass das Schützenfest in Hannover diesmal insgesamt 1,1 Millionen Besucher anlockte, zehn Prozent mehr als im Vorjahr, könnte für die 56. Veranstaltung der Schützen-Gemeinschaft ein gutes Omen sein.