Supererfolg vor 109 Jahren

Ein wirklich stattlicher Schützenbruder: Der Langenhagener Otto Niederstadt.

Otto Niederstadt siegte mit dem Armeegewehr über 175 Meter

Langenhagen (kr). Am 20. Juni 1908 kam es in Langenhagen zu einer denkwürdigen Veranstaltung: Heinrich Blume, Dr. Willibald Greeske, Friedrich Henning, Wilhelm Navarra, August Voss und Fritz Willemsen gründeten den „Schützen-Klub Langenhagen“, die spätere „Schützengesellschaft Langenhagen“ In den darauffolgenden Monaten gesellten sich folgende Bürger hinzu: Wilhelm Bestenbroer, Willy Ehlers, Heinrich Fischer, Albert Gressel, Georg Melchers, Wilhelm Rust, Harry Schröder und Hermann Stötefeld. Sie wählten später Hans Bormann zum ersten Vorsitzenden. Noch im gleichen Jahr entstand an der Grenzheide der erste Schießstand. Das alles geschah vor 110 Jahren. Nach dem arbeitsintensiven 100. Jubiläum im Jahr 2008 mit der Erstellung der 288 Seiten umfassenden großartigen Chronik mit Grußworten von Hans-Gerd Klenke, Heinz.-H. Fischer,Joachim Brand, Heiner Rust, Ernst Müller, Christiane Fuhrmann und Friedhelm Fischer wird in diesem Jahr verständlicherweise nicht gesondert gefeiert. Aber vielleicht passiert das ja im nächsten Jahr mit einer fröhlichen Kurzfassung der aktuellen Ereignisse, denn dann ist das 111. Bestehen des Schützenvereins angesagt.
Doch ein kurzer Blick zurück in die Vergangenheit, denn das gab einen sagenhaften Erfolg für ein Clubmitglied, über den noch heute diskutiert wird. Der Langenhagener Gastwirt und Schützenbruder Otto Niederstadt errang 1909 beim Hannoverschen Schützenfestschießen die „Ehrenscheibe Seiner Majestät dem Kaiser Willhelm II.“ Geschossen wurde mit dem Armeegewehr über die heute ungewöhnliche Distanz von 175 Metern. Und das passierte schon vor 109 Jahren.