Synchros über Skype nicht synchron

Fitness, Ausdauer und Dehnübungen standen online auf dem Programm.

Videokonferenz statt Wassertraining ist angesagt

Die Schwimmbäder sind jetzt seit nunmehr drei Monaten geschlossen, und die Sportlerinnen und Sportler des SV Langenhagen ’71 sitzen seitdem buchstäblich auf dem Trockenen. Im Gegensatz zu Sportlerinnen und Sportlern in anderen Sportarten ist es für die Aktiven
sehr schwierig einen Ausgleich für Ihr Element, das Wasser, zu finden. Es bildet nun einmal die Basis und ist für die Schwimmerinnen und Schwimmer, die Synchronschwimmerinnen sowie die Wasserballerinnen und Wasserballer zur Ausübung ihres Sportes unverzichtbar.
Doch trotz der Schließung der Bäde  am 18. März, und in Zeiten des Social Distancing haben die Synchronschwimmerinnen vom SV Langenhagen und vom SV Aegir 09 ihr Training fortgesetzt. Während andere nur abwarteten, was als nächstes passiert, haben unsere Trainierinnen die Initiative ergriffen und ihre Mädels rechtzeitig, als sich die Schließung der Bäder abzeichnete, mit Trainingsmaterialien versorgt. Die Trainingseinheiten selbst wurden ganz einfach nach Hause in das Wohnzimmer, ins Kinderzimmer oder bei schönem Wetter auch in den Garten verlegt. Die Idee war so genial wie einfach, für viele im Geschäftsleben waren Begriffe wie Skype, Teams, Zoom und so weiter noch absolutes Neuland, nicht für die Mädels vom SV Langenhagen, sie setzten ihr Training ganz einfach per Skype fort. In verschiedenen Gruppen wurde während der Krise zwei bis dreimal die Woche per Videokonferenz, gemeinsam über Skype und jeder für sich zu Hause, trainiert. Am Anfang noch recht komisch, wurden die verrückten Umstände relativ schnell zur Normalität.
Natürlich fehlt den Aktiven das Wasser, aber anders als in den übrigen Schwimmsportarten besteht das Training im Synchronschwimmen zu einem großen Teil auch aus Trockentraining, denn neben der Komponente Wasser spielen auch Gymnastik und Musik eine wesentliche Rolle in dieser Sportart.
So konzentrierten sich die Trainingsinhalte in dieser Zeit auf Fitness, Ausdauer und Dehnübungen für die Beweglichkeit.
Das mit der Musik habeman probiert, sagte eine Trainerin, aber Musik komme lber Skype nicht synchron bei allen Mädchen an, was die Sache natürlich erschwereund so seien Rhythmus-Komponenten erst einmal kein Teil des Trainingsplans gewesen.
Seit Anfang Juni hat als eines der ersten, das Ricklinger Freibad wieder geöffnet und die Synchronschwimmerinnen freuen sich, seitdem wieder im Wasser trainieren zu können. Die Wasserwelt wird vermutlich Anfang Juli folgen. Trotzdem wurde das Skype-Training zumindest einmal in der Woche beibehalten.