Tauffest am romanischen Taufstein

Der romanische Taufstein vor der Martinskirche ist für die Taufen am Pfingstfest geschmückt worden. (Foto: R. Müller-Jödicke)

Fünf Taufen beim 825. Kirchenjubiläum in Engelbostel

Engelbostel/Schulenburg. „Zu Pfingsten gehört seit biblischen Zeiten ein Tauffest“, erläutert Rainer Müller-Jödicke die Tradition, dass an diesem hohen Feiertag im Mai immer vor der Martinskirche getauft wird. Dort steht der alte romanische Taufstein, der ungefähr so alt ist wie die Martinskirchengemeinde selbst. Die Gemeinde hatte nun am Pfingstwochenende ihr 825-jähriges Bestehen gefeiert.
In der Apostelgeschichte werde berichtet, dass beim allerersten Pfingstfest in Jerusalem sich dreitausend Männer mit ihren Familien hätten taufen lassen, erzählt der Theologe: „Pfingsten ist also der Geburtstag der Kirche, an dem von Anfang an getaufte wurde.“
Klara, Paula, Felix, Joris und Phil sind nun am Pfingstmontag in die Kirche aufgenommen worden. Dabei übernahmen deren Paten eine ganz besondere Aufgabe: „Wegen der hohen Ansteckungsgefahr hat das Hildesheimer Gottesdienstinstitut angeregt, dass die Paten zu unseren Worten das Taufwasser über die Täuflinge geben und ihnen die Hand zum Segen auflegen“, erläutert der Theologe die Taufhandlung und berichtet, dass die Paten dies als besonders intensiv erlebt hätte.
Wegen des überraschend sonnigen Wetters konnte der Gottesdienst mit den vielen verschiedenen Familienmitgliedern unter Einhaltung der Abstandsregeln gut draußen auf der Kirchwiese gefeiert werden.