Teilnahme an Demo in Hannover

Langenhagener Protest gegen gestrichene Klassenfahrten

Langenhagen (gg). Viele bereits geplante Klassen- und Studienfahrten sind am Gymnasium Langenhagen im vergangenen Jahr gestrichen worden. Die Schulleitung beteiligte sich damit an der landesweiten Reaktion der Gymnasien, unterstützt von Gewerkschaften und der Niedersächsischen Direktorenvereinigung, auf die von der Landesregierung zum August 2014 durchgesetzte Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Lehrkräfte um eine Stunde. Schüler sehen sich als Leidtragende in einem Konflikt, der zwischen Kultusministerium und Lehrkräften geklärt werden müsste, so die Kernaussage des „Bündnis Pro Klassenfahrt“ und rief zur zentralen Kundgebung am vergangenen Mittwoch in Hannover auf, unterstützt vom Landesschülerrat Niedersachsen, den niedersächsischen Landesverbänden der Grünen-Jugend, der Jusos, der Jungen Union, der Schüler Union, der Jungen Liberalen, der Jungsozialisten Niedersachsen und weitern. „Die Teilnahme an der Kundgebung ist eine große Chance für alle betroffenen Schülerinnen und Schüler, selbst Initiative zu ergreifen und sich aktiv gegen den Klassenfahrtenboykott zu wehren!“ schreibt Tjark Melchert, stellvertretender Vorsitzender des Landesschülerrates, der die Demonstration als Privatperson angemeldet hatte, im Aufruf. „Von den rund 1.100 Schülern am Gymnasium Langenhagen nahmen etwa 350 aus verschiedenen Jahrgängen an der Kundgebung teil“, so die Auskunft von Edda Skowronek, Koordinatorin am Gymnasium. Eine Stellungnahme zum Konflikt wollte sie nicht abgeben, denn das Thema sei differenziert zu betrachten. Als ihre persönliche Meinung ergänzt sie: „Die Demonstrationsfreiheit gehört zur Demokratie. Ich finde es wichtig, dass sich Schüler damit befassen.“