TG spart bis zu 1.300 Euro pro Jahr

Setzen auf eine Investition für die Zukunft (von links): Eberhard Röhrig-von der Meer, Geschäftsführer des Umweltzentrums Hannover, Alfred Schock sowie Herbert Kasimir und Klaus Rautenbach, beide für die Technik zuständig.Foto: O. Krebs

Sonnenkollektoren sorgen für warmes Wasser

Langenhagen (ok). Es ging einfach nicht mehr; die 20 Jahre alte Heizungsanlage der Tennisgemeinschaft (TG) Rot-Gelb Langenhagen ist in die Jahre gekommen. "Eine Reparatur hätte an die 2.000 Euro gekostet", so der 2. Vorsitzende des Vereins, Alfred Schock. Also war die Entscheidung des Vereins relativ schnell gefallen, eine Brennwertheizung mit Solarkollektoren für Warmwasser sollte her. Und: Die komplette Decke des Vereinsheims wird mit einer 26 Zentimeter dicken Dämmschicht versehen. Gesamtkosten: 30.000 Euro, rund 45 Prozent werden von Region und Regionssportbund bezuschusst. Für dieses Projekt hat die TG die Sanierung von zwei Tennisplätzen erst einmal zurückgestellt. Die Investition werde sich aber auszahlen, so Schock, im Jahr könnten bis zu 1.300 Euro eingespart werden. Klaus Rustenbach, im Verein für die Technik zuständig, liefert weitere Zahlen: "Wir sparen etwa 33 Prozent der Energie pro Jahr ein. Waren es vorher 33.000 Kilowattstunden, liegen wir jetzt bei 18.000 Kilowattstunden. Und der Umweltaspekt ist auch nicht außer Acht zu lassen; die Reduktion von Kohlendioxid liegt bei 3.600 Kilogramm." Die Amortisierung der Anlage wird nach Ansicht Alfred Schocks auch durch die betriebene Sportart Tennis vorangetrieben: "Es wird nur bei schönem Wetter gespielt und dann haben wir warmes Wasser zum Duschen. Wenn es kalt ist, sind die Plätze leer." Insofern sei die Investition nicht mit einem Privathaus zu vergleichen.
Der Sanierungsplan wurde im vergangenen Herbst in Angriff genommen, zwischendurch musste noch der Schornstein repariert werden. Viel wird in Eigenleistung erledigt, nur angesparte Gelder des Vereins, keine Kredite in Anspruch genommen. Und noch eine positive Nachricht: Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge wegen dieses kostspieligen Projektes ist nicht angedacht. Alfred Schock: "Wenn es glatt läuft, wollen wir bis zum Wintereinbruch alles unter Dach und Fach haben."