THWler übten im Regionsverbund

Bei der THW-Übung in Hameln wurde auch das Verbauen von Sandsäcken geübt. (Foto: THW/P. Graser)

Ausrückeprozesse wurden in Hameln überprüft

Langenhagen. Sie ahnten nicht, was auf sie zukam, als sich die Einsatzkräfte aller zehn Ortsverbänden des Regionalbereichs Hannover in der Nacht von Freitag auf Samstag auf den Weg nach Hameln machten. Mit dabei auch Einsatzkräfte des THW Hannover/Langenhagen. Dort erwartete sie die erste Alarmübung dieser Größenordnung seit über 20 Jahren. Mit dieser Übung sollten die Alarmierungs- und Ausrückeprozesse der THW Ortsverbände in der Region Hannover geprüft werden. Neben der Ermittlung der Einsatzbereitschaft der einzelnen Teileinheiten stand zudem die Zusammenarbeit der Gruppen untereinander im Fokus. So waren die Aufgaben größtenteils nur gemeinsam mit Helfern aus anderen Ortsverbänden zu bewältigen.
Ab 0 Uhr am Sonnabend wurden von der Übungsleitung nach und nach fast alle Fach- und einige Bergungsgruppen der Region alarmiert. Um 0.36 Uhr wurden die Köche des THW Hannover/Langenhagen, die Fachgruppe Logistik-Verpflegung alarmiert. Erstes Ziel aller anrückenden Einheiten war einer von zwei Meldeköpfen, bei denen sich die Einheiten zunächst sammelten, bevor sie auf das Übungsgelände gerufen worden sind. Als Übungsgelände diente eine ehemalige Liegenschaft des britischen Militärs auf der sich am Freitagnachmittag zunächst die Übungsleitung mit Unterstützung der Technischen Einsatzleitung (TEL) Hameln eingerichtet hatte.
Für die übenden THWler waren mehrere Einsatzabschnitte geplant worden. So musste eine Fachgruppe Beleuchtung zwei Stellen an der Weser ausleuchten, damit zwei Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen, gemeinsam im sogenannten Tandembetrieb Wasser aus der Weser über fast 400 Meter in ein Wasserbecken pumpen konnten.
Zwei Fachgruppen Räumen, zwei Fachgruppen Wassergefahren und einige Bergungsgruppen sollten unter Führung dreier Zugtrupps Sandsackverfüllung und –verbau üben. Der angedachte Transport mit Booten über die Weser war dabei wegen des niedrigen Wasserstandes nicht möglich, die Boote blieben an Land. Eine Fachgruppe Elektroversorgung übte das Synchronisieren von zwei Netzersatzanlagen, während drei weitere Bergungsgruppen mit der Suche nach Verletzten in einem vernebelten Gebäude beschäftigt waren.
Für die Verpflegung der 200 Einsatzkräfte sorgte die ebenfalls in der Nacht alarmierte Fachgruppe Logistik-Verpflegung. Unterstützt wurden die Einheiten des THW vom DRK, der DLRG und Interhelp.
Eingesetzte Ortsverbände aus der Region Hannover kamen aus Bückeburg, Burgdorf, Hameln, Hannover/Langenhagen, Lehrte, Rinteln, Ronnenberg, Springe, Stadthagen und Wunstorf.