Tiger & Dragon - auf ins Reich der Mitte

Drachen und Papierflieger mit Jolina, IGS, Lena und Emma, Gymnasium sowie Alexander, IGS. (Foto: D. Lange)

Elfter Talente-Tag des Gymnasiums ganz im Zeichen Chinas

Langenhagen (dl). Der elfte Talente-Tag des Gymnasiums hatte sein diesjähriges Motto „Tiger & Dragon-auf ins Reich der Mitte“ der aufstrebenden Weltmacht China gewidmet mit seinen Menschen, ihren Tradtionen und ihrer Geschichte. Einem chinesischen Sprichwort zufolge nämlich schlummern in allen Menschen (Tiger) potentielle Talente (Drachen), die es zu entdecken gilt. Die beiden Fabelwesen spielen auch sonst eine äußerst wichtige Rolle in der chinesischen Kultur. Obwohl die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Strömungen im Land derzeit ein anderes Bild zu zeichnen scheinen. Das Angebot des Talente-Tags entstand im Rahmen des Kooperationsverbunds Langenhagener Schulen zur „Förderung besonderer Begabungen“, dem neben dem Gymnasium die Grundschulen Godshorn, Krähenwinkel und die Friedrich-Ebert-Schule angehören. Die IGS Langenhagen hat die Aufnahme in den Verbund beantragt und war in diesem Jahr zum dritten Mal als Gast mit dabei. In nicht weniger als vierzehn Workshops hatten sich zuvor 211 Schülerinnen und Schüler des dritten bis siebten Schuljahres Gedanken gemacht zu Themen wie Tischtennis, Seidenmalerei, chinesisches Schattentheater, Papierschöpfen, die große Mauer und weiteres aus den Bereichen Naturwissenschaft, Technik, Kunst, Geschichte. Die Ergebnisse der Workshops stellten sie später der Öffentlichkeit im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung in der Aula und im Foyer des Schulzentrums vor. Und wie immer konnten auch die Besucher dabei eine ganze Menge lernen. Dass Tischtennis in China beispielsweise von 60 Millionen Chinesen gespielt wird und damit Volkssport Nummer 1 ist, mag noch bekannt sein. Dass aber die chinesische Mauer in Wahrheit aus vielen Mauern besteht, dagegen schon weniger. Vielleicht auch nicht, dass sie
21196 km lang ist und damit mehr als der Hälfte des Erdumfangs entspricht. Egal in welcher Richtung. Um Technik, allerdings um zeitgenössische, ging es im Informatik-Workshop am Beispiel eines Minicomputers namens Calliope mini. Die Aufgabenstellung lautete, Grundschülern der dritten Klassen Zugang zur digitalen Welt aufzuzeigen. Torsten Hoch und Thorsten Behrens, Informatiklehrer am Gymnasium, erkannten, dass Drittklässler durchaus das Talent besitzen, und darum ging es ja, die Calliope zu programmieren bzw. deren Programmierung für bestimmte Zwecke und Funktionen zu variieren. Beispielsweise für das Geschicklichkeitsspiel Der heiße Draht. Viele andere, einfache Funktionen sind mit dem Calliope Board ebenfalls möglich und programmierbar. An den Informationsständen im Foyer konnten die Besucher nicht nur dazu Fragen stellen, ausprobieren und mit den Schülern über ihre Projekte sprechen.
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