Toller Auftritt der Berenbosteler Schüler

Die Bigband in voller Aktion. Links Sängerin Lilly Karacay, daneben Leiter Bodo Schmidt und am Pult sein geplanter Nachfolger Felix Maier.  (Foto: K. Raap)

Leiter Bodo Schmidt hört auf / Jetzt kommen die „Blackpoint“

Langenhagen (kr). Nun schon zum achten Mal präsentierte sich die „Bigband des Gymnasiums Berenbostel“ bei den Jazz-Matineen von „Cultour & Co.“ in Langenhagen. Dass die Band kaum altert, liegt in der Natur von Schüler-Orchestern. Bandgründer und Leiter Bodo Schmidt schafft es immer wieder, der natürlichen Fluktuation zu begegnen, und neue Bandmitglieder nahtlos in die Bigband zu integrieren. Wenn eine Dixieland Band 25-jähriges Jubiläum feiert, bedeutet das meist, dass alle Mitglieder gemeinsam älter geworden sind. Wenn dagegen die Berenbosteler Schüler im Jahr 2019 ihr 25-jähriges Bestehen feiern, sind sie ähnlich jung wie vor 25 Jahren. Und nur Bandleader und Begründer Bodo Schmidt wird dann ein viertel Jahrhundert älter sein. Unglaublich wie es der ausgezeichnete Pädagoge immer wieder schaffte, mit ständig wechselnden Musikern das Niveau unvermindert hoch zu halten. Der tolle Sound und vor allem die Sicherheit im Kollektivspiel lässt vermuten, dass das Orchester schon seit vielen Jahren gemeinsam probt. Doch die Konsequenz aus dieser Entwicklung hat auch einen Wehmutsfaktor: Bodo Schmidt hat jetzt in Langenhagen erklärt, am 25. September seine äußerst erfolgreiche Karriere zu beenden. Er formte nicht nur die ungemein hohe Beliebtheit der Gruppe, sondern führte sie auch einige Male an die Spitze der deutschen Schüler-Bigbands. Als seinen Nachfolger präsentierte er jetzt aus seiner Band den Saxofonisten Felix Maier, Musiklehrer am Matthias-Claudius-Gymnasium Gehrden , und auch Chef der dortigen Bigband.
Beim Auftritt in der Flughafenstadt stellte sich die aktuelle Gruppierung wieder in gewohnt exzellenter Form vor. Das in Langenhagen vorgestellte Programm war wie immer ein Tribut an berühmte Bigbands wie die von Count Basie, Duke Ellington. und Benny Goodman. Die anspruchsvollen Arrangements, die auch Pop-Musik einbezogen, wurden von den Bläsersätzen der Saxofonisten, Trompeter und Posaunisten souverän gemeistert. Auch die Rhythmusgruppe agierte ohne Fehl und Tadel. Bodo Schmidt dirigierte mit sparsamen Handbewegungen und nicht selten auch vom Keyboard aus. Eine besonders starke Vorstellung gab Sängerin Lilly Karacay mit Titeln wie „Bei mir bist du schön“, „Mercy, Mercy, Mercy“ von Joe Zawinul und „Superstition“ von Stevie Wonder sowie dem „Mambo Italiano“. Ein rasanter Auftritt der Berenbosteler Gäste, die von Programm-Macher Horst-Dieter Soltau auch für die nächste Saison verpflichtet wurden.
Am Sonntag, 19. August, kommen die „Blackpoint Jazzmen“ nach Langenhagen. Die hier schon bestens bekannte Band gehört zu den gefragten Gruppierungen in der Region. Die erfahrenen Musiker stehen für authentisch präsentierten New-Orleans- Jazz, Dixieland und Swing.