Tolles Finale der Jazz-Matineen 2018

Drei Hauptdarsteller eine tollen Veranstaltung: Sängerin Eva Emingerova (von links), Organisator Horst-Dieter Soltau und Trompeter Josef Krajnik. (Foto: K. Raap)
 
Ute Biehlmann-Sprung überraschte mit einem spontanen Dankeschön an den Veranstalter.  (Foto: K. Raap)

„Metropolitan Jazzband“ aus Prag verbreitete über drei Stunden gute Laune

Langenhagen (kr). „Schade, dass die Jazzmatineen 2018 beendet sind“, das war der einhellige Tenor unter der Zuhörern, die den Weg zum Abschlusskonzert in den Rathausinnenhof gefunden hatten. Kleiner Trost: Die fünf vorzüglichen Musiker der „Metropolitan Jazzband“ aus Prag, bereits alte Bekannte in Langenhagen, präsentierten sich in exzellenter Form. Als nach Abschluss des dreistündigen Konzerts immer noch viele Besucher keine Anstalt machten, den Heimweg anzutreten ,waren sich Programm-Macher Horst-Dieter Soltau und Bandleader und Trompeter Josef Krajnik schnell einig, die Veranstaltung um eine halbe Stunde zu verlängern. Zuvor hatten die Prager das Publikum mit vielen bekannten, erstklassig interpretierten Jazzstandards überzeugt. Es erklangen Titel wie „Lady be Good“, Bourbon Street Parade“, „Petit Fleur“, „Ice Cream“ und „Indiana“. Riesenbeifall erntete auch die charmante und vielseitige Sängerin Eva Emingerova . Sie versteht es meisterhaft, mit dem Publikum in Kontakt zu treten und mit natürlicher Leichtigkeit und ausdrucksstarkem Stimmvolumen in ihren Bann zu ziehen. Gute Beispiele dafür waren Stücke wie „Basin Street Blues, „Blue Moon“und „Sweet Georgia Brown“. Die aparte Künstlerin hat Tschechien übrigens nicht nur musikalisch mit ihren zahllosen Auftritten in vielen Ländern vertreten, sondern mehr als ein Jahrzehnt auch erfolgreich als Volleyball-Nationalspielerin.
Für eine Überraschung sorgte während einer Spielpause die Ortsbürgermeisterin von Godshorn Ute Biehlmann-Sprung, als sie während einer Spielpause auf der Bühne ein Mikrofon ergriff, um „ganz privat“, wie sie betonte, dem Vorsitzenden des veranstaltenden Vereins „Cultour & Co.“, Hans-Dieter Soltau, ein besonderes Dankeschön auszusprechen: „Solch große und attraktive Veranstaltungen zu organisieren erfordert nicht nur großes Engagement, Ideenreichtum und ein gutes Netzwerk zu den Künstlern.“ Es gelte vor allem auch, immer wieder Sponsoren zu finden und den Publikumsgeschmack zu treffen und nicht zu vergessen, „einen guten Draht zu Petrus“ zu haben. Die Langenhagener wüssten, wem sie diese tollen Jazzmatineen zu verdanken hätten. Der einsetzende Riesenapplaus zeigte, dass sie den Nerv der Besucher getroffen hatte. Und es war eine Premiere: Obwohl Cultour & Co.“ seit Jahren vorbildliches Stadtmarketing betreibt, war dieses Dankeschön von Ute Biehlmann Sprung eine echte Premiere.
Auch in vielen persönlichen Gesprächen mit den Besuchern an den neun Veranstaltungstagen hatte Horst-Dieter Soltau in puncto Bandauswahl sehr viel Zustimmung erfahren. Er bedankte sich seinerseits bei Karl-Friedrich Müller, für dessen unermüdliche Sammelaktion, die die Gage einer Spitzenband einbringt, bei der Gaststätte „Classic“ für die „hervorragenden gastronomischen Betreuung“ und beim Langenhagener Echo für die „kontinuierliche und fachmännische Berichterstattung“. Horst-Dieter Soltau geht in diesem Jahr von einem neuen Besucherrekord aus. Schwierig sei allerdings die genau Bestimmung der Zuschauerzahlen, da es im Laufe einer Matinee über drei Stunden lang ein ständiges Kommen und Gehen gebe. Die Gesamtzahl der Besucher, so Soltau, dürfte aber deutlich über 8000 gelegen haben.