Trauer um Dieter Palm

Gastreferent Grigorius Aggelidis, Mitglied des Bundestags und familienpolitischer Sprecher der FDP (links) und Manfred Kobusch, Vorsitzender der Liberalen Senioren Isernhagen. (Foto: D. Lange)

Jahresrückblick der Liberalen Senioren

Langenhagen (dl). Am 8. Januar ist Dieter Palm verstorben. Palm war Vorsitzender der liberalen Senioren im Kreisverband der Region Hannover sowie bis zu dessen Auflösung im Oktober vergangenen Jahres Mitglied im Seniorenbeirat der Stadt Langenhagen. Auch danach noch arbeitete Palm mit den bisherigen Beiratsmitgliedern an einer neuen Arbeitsgemeinschaft, die sich auch weiterhin um die Belange der Senioren in Langenhagen kümmern wollte. Wie groß die Lücke ist, die sein viel zu früher Tod hinterlassen hat, war beim jüngsten Treffen der liberalen Senioren und anschließendem Grünkohlessen noch deutlich zu spüren. Manfred Kobusch, Vorsitzender der liberalen Senioren Isernhagen, erinnerte an seine letzten Begegnungen mit Dieter Palm. Zum Treffen und Grünkohlessen der Liberalen Senioren kamen mit Klaus-Peter Wennemann und Grigorius Aggelidis außerdem zwei Gastreferenten. Wennemann ist selbständiger Unternehmensberater und befasste sich mit den derzeitigen Finanzproblemen der Nord LB und Grigorius Aggelidis ist Mitglied des Bundestags und dort familienpolitischer Sprecher der FDP, mit den Schwerpunkten Senioren und bürgerschaftliches Engagement. Am Beispiel des Bildungs- und Teilhabepaket fordert Aggelidis: „Effienz in der Familienpolitik ist ein Gebot der Fairness. Jeder Euro, der nicht effizient eingesetzt wird, fehlt am Enden den Betroffenen“. Aus seiner Sicht habe das Teilhabepaket ein massives Bürokratieproblem, was dazu führe, das rund 70 Prozent derer, die darauf angewiesen seien, es nicht beantragen, weil es so kompliziert ist. Ähnliches lässt sich zum Thema Pflege sagen. Ein dramatischer Fachkräftemangel sowie niedrige Löhne für die Beschäftigten einerseits sowie eine überbordende Bürokratie auf der anderen Seite seien aus Sicht von Aggelidis die ausschlaggebenden Gründe für die derzeitige schlechte Situation in der Pflegebranche. Dem kann sich Christa Röder als ehemalige Vorsitzende des Seniorenbeirats durchaus anschließen, die die Lage insbesondere im Bereich Altenpflege als dramatisch einstuft. Sie fordert neben einer leistungsgerechten Bezahlung für die Beschäftigten vor allem eine Vebesserung der Rahmenbedingungen, sprich: Mehr Personal. Allerdings wirft sie den Freien Demokraten deren ablehnende Haltung gegenüber den Pflegeberufekammern vor, die bei vielen Berufsangehörigen
aufgrund der verpflichtenden Mitgliedschaft derzeit einen schlechten Ruf geniessen. Pflegeberufekammern haben die Aufgabe, die beruflichen Belange der Pflegenden zu fördern. Sie setzen, grob gesagt, die Qualitätsstandards und bilden als Berufsaufsicht die Interessenvertretung für die Pflegebedürftigen. Die Interessen der Berufsangehörigen wiederum werden von den Berufsverbänden wie dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe wahrgenommen sowie von den Gewerkschaften.