Traumstart in die Radrennsaison

Ein erfolgreiches Team: Christopher Plenefisch (von links), Aaron Schulze, Felix Paul, Samuel Hüstebeck, Hendrik Eggers, Jarno-Tammes Kelzewski, Tim Kristian Liebe, Yannick Sinske und Lasse David. (Foto: P. Ulke)
 
Sieger Hendrik Eggers. (Foto: P. Ulke)

Doppelsieg für neuformiertes Team MaxWatt

Langenhagen. „Ein absoluter Traumstart“ war das Fazit der Sportlichen Leitung um Gaby Biermann und Philipp Ulke. Mit Lockerung der pandemiebedingten Einschränkungen bestritten die Fahrer des „Team MaxWatt“ in nahezu kompletter Mannschaftsstärke ihr erstes Saisonrennen bestreiten und haben mit einem Doppelsieg und mehreren Platzierungen das gefühlte Optimum herausgeholt.
Nachdem bereits in den ersten Runden durch das hohe Tempo auf dem welligen Kurs einige Löcher im Fahrerfeld entstanden, setzte sich eine kleinere Gruppe ab.  Darunter auch Aaron Schulze und Hendrik Eggers. Die Gruppe harmonierte bis zur vorletzten Runde und machte mit Rundenvorsprung letztlich den Sieg unter sich aus. Nach einem Angriff am steilsten Stück parierte zunächst Schultze, sodass Eggers in dem folgenden Moment der Ruhe die Chance zur Soloflucht nutzte. Mit Erfolg - der Teamkapitän selbst fuhr den Sieg nach Hause. Schulze schaffte dann das Kunststück noch Platz zwei im Sprint zu erringen und machte den Doppelsieg perfekt. Dazu Eggers: „Es war eigentlich anders gedacht. Wir haben in der Gruppe zu zweit eigentlich auf Aaron gesetzt und Ihn deswegen aus der Führungsarbeit versucht möglichst rauszuhalten. Dass es jetzt so kommt, macht mich natürlich super glücklich, aber den größten Teil des Glücksgefühls darf ich dem Spirit der Mannschaft zuschreiben. Es hat einfach so viel Spaß gemacht mit den Jungs“.
Team MaxWatt bestreitet dabei dieses Jahr seine erste Saison und sieht sich als Gemeinschaftsprojekt hannoverscher Radsportvereine, um den leistungsorientierten Amateursport und insbesondere den regionalen Nachwuchs eine Perspektive und Übergang in die höchste deutsche Amateurklasse zu ermöglichen. Die Fahrer des HRC Hannover, RSG Hannover und RC Blau Gelb Langenhagen, sowie zusätzlich vom RSC Hildesheim und der Tuspo Weende Göttingen haben sich dabei offensichtlich trotz Pandemie zu einer leistungsstarken Renngemeinschaft zusammengefunden.
Nur eine Woche nach dem ersten offiziellen Mannschaftstreffen startete das Team auch – endlich – in die Rennsaison.. Auf dem Plan stand eine wellige Runde bei Osnabrück. Das Starterfeld war pendemiebedingt klein, bestand ausschließlich aus niedersächsischen Fahrern hatte aber dennoch einiges an Klasse zu bieten. Team MaxWatt stand mit neun Fahrern am Start. Vier in der Amateurklasse und fünf in der Elite-Amateurklasse.
Die erste Ansprache des Teamkapitäns Hendrik Eggers formulierte klare Ziele: Für die Leistungsträger das Podium, für die Neueinsteiger in die Männerklasse eingrooven und für alle sollte eine geschlossene Mannschaftsleistung im Vordergrund stehen.
Vom Start weg wurde ein hohes Tempo angeschlagen und das Feld zeigte direkt mehrere Risse. Yannick Sinske: „Bereits in der zweiten Runde am steilsten Stück hatte ich richtig Laktat in den Beinen, aber es war gut zu sehen, dass die anderen vorne mit drin waren“. Eine sieben Fahrer starke Gruppe löste sich – Schulze und Eggers mit dabei. Aaron Schulze: „Hendrik hat mir gesagt ich solle mich etwas zurück zu halten, also bin nur noch durch die Führung gerollt. Die Gruppe harmonierte sonst gut.“. Mit einer Runde Vorsprung kam der Sieger sicher aus der Führungsgruppe, während die Teammitglieder dahinter ihre Mannschaftsstärke ausspielten. Tim Kristian Liebe: „Nachdem erst Yannick im Duo noch davongesprungen war und dann auch Lasse allein die Flucht nach vorne angestrebt hat, habe ich einfach versucht das Feld möglichst ruhig zu kontrollieren.“ Die Entscheidung über den Sieg fiel in den letzten eineinhalb Runden. Am steilsten Stück wurde attackiert. Aaron Schulze ging direkt mit, der Rest folgte. Gaby Biermann (sportliche Leitung): „Die Attacke von Hendrik war natürlich genau richtig. Gerade nach der ersten Attacke guckten sich die Fahrer an, da kommt er von der letzten Position mit Geschwindigkeitsüberschuss.“. Hendrik Eggers hatte zwar eigentlich auf den Sprint von Aaron gesetzt, zog dann aber natürlich voll durch und fuhr den Sieg nach Hause. Aaron schaffte dann auch noch das Kunststück die übrigen Kontrahenten abzusprinten und machte den Doppelsieg perfekt. Hendrik Eggers: „Eigentlich hatte ich es anders geplant, aber ich bin natürlich mega happy so. Am meisten freue ich mich aber für das Team und  mit dem Team. Ich denke, wir haben so nicht nur direkt ein Ausrufezeichen setzen können, was die Leistung betrifft, sondern auch als Team super zusammengefunden.“
Nach dem Rennen gab es somit nicht nur lobende Worte von allerlei Beteiligten für das gesamte Team inklusive des Trikotdesigns, sondern auch noch materielle Unterstützung durch die Sponsoren. Das Resümee von Philipp Ulke: „Wenn jeder das persönliche Optimum herausholt und die Mannschaft den Sieger stellt,