Traurig für den alten Ortskern

René Klas ist stellvertretender Marktleiter am NP-Markt an der Kananoher Straße. Dort wird am 20. September geschlossen. Alle Kollegen bleiben in Beschäftigung, werden an anderen NP-Standorten eingesetzt. (Foto: G. Gosewisch)

NP-Markt an der Kananoher Straße schließt

Kaltenweide (gg). Es ist besiegelt: Der NP-Markt an der Kananoher Straße, Ecke Wagenzeller Straße, schließt zum 20. September seine Pforten. „Aus wirtschaftlichen Gründen“, so die schlichte Stellungnahme von Mareike Götze, Pressesprecherin der Edeka Handelsgesellschaft Minden-Hannover Holding GmbH. Diese GmbH ist Besitzer der Immobilie, die vom Lebensmitteldiscounter NP, eine Edeka-Tochtergesellschaft, angemietet ist. „Ein Nachmieter wird derzeit gesucht“, erklärt Götze zur Situation. Gefunden ist also noch keiner, und der Leerstand ist für die nächsten Monate unabwendbar. „Keine guten Aussichten für das Erscheinungsbild Kaltenweides, da wird es bald verwahrlost aussehen“, meint Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr. „Sehr bedauerlich für die Anwohner im alten Ortskern und bezeichnend für die Verlagerung zugunsten des Weiherfeldes“, meint Fritz Engelke mit Blick auf die Lebensmittelmärkte am Kaltenweider Platz. Anfang der 70er Jahre hat der Landwirt die Fläche an der Kananoher Straße veräußert, damit ein Lebensmittelmarkt gebaut werden kann, derzeit mit persönlichem Engagement betrieben von Gerd und Elisabeth Behrens, die damit das erste etwas größere Nahversorgungsangebot für das Dorf stellten – entsprechend geschätzt von den Kaltenweidern. Besitzer und Pächter wechselten im Laufe der Jahre, viele Kunden blieben dem Standort treu, offensichtlich nicht in ausreichender Zahl. Wolfgang Langrehr möchte die Situation in den nächsten Tagen und Wochen mit den Ortsratskollegen diskutieren. Zu erörtern und zu prüfen sei, ob die Immobilie unter Umständen sogar für öffentliche Aufgaben, Jugendtreff oder Feuerwache, eine Verwendung finden kann.