Überflutung nach Starkregen

Mit einem Wassersauger und zwei Wasserschieber pumpen Dennis Runge, Sven Giesemann und Lars Sill das eingetretene Regenwasser ab. (Foto: S. Bommert)

Boot gesichert und Lager ausgepumpt

Langenhagen (gg). "Nach einigen sehr ruhigen Wochen wurden die Ortsfeuerwehren der Stadt Langenhagen am vergangenen Mittwoch, insbesondere nach Starkregen-Ereignissen, vielfach gefordert", meldet der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Langenhagen Stephan Bommert. Alle Einsätze waren feuerwehrtechnische Routine, beschäftigten die Einsatzkräfte jedoch insgesamt gesehen über viele Stunden. Der zeitliche Ablauf: Um 15.45 Uhr wurden die Feuerwehren Krähenwinkel und Kaltenweide in die Straße Auf dem Rußkampe gerufen. Bei Demontagearbeiten eines Öltanks im Keller eines Hauses kam es zu einem Schwelbrand, der aber vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht wurde. Um 15.54 hatte die Feuerwehr Langenhagen einen Einsatz am Wietzesee. Ein Lastkahn drohte zu sinken. Als die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle ankamen, wurden sie bereits durch die Mitarbeiter des Kiesbetriebs empfangen. Ein etwa sechs Meter langes Stahlboot, welches zum Transport von Material und Personal genutzt wird, lag auf dem See am Schwimmbagger, hatte bereits Schlagseite. Unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Ortsbrandmeister, Kai Jüttner aus Krähenwinkel wurde eine Erkundung mit den Booten als erste Maßnahme eingeleitet. Weiterhin wurden die Taucher der DLRG Krähenwinkel zur Einsatzstelle geordert und gingen an Land in Bereitstellung. Die Erkundung bestätigte die bereits geschilderte Lage. Um ein Sinken zu verhindern, wurden Tauchpumpen, Schlauchmaterial sowie Kabel mit den Booten der Feuerwehr zum sinkenden Boot transportiert. Die Verschlussdeckel der Luftkammern konnten daraufhin entfernt und das eingedrungene Wasser abgepumpt werden. Als sich das Arbeitsboot wieder stabilisiert hatte, wurde es, begleitet durch die Feuerwehr, zurück an den Liegeplatz an Land gefahren und dort gesichert. Das Leckschlagen ist vermutlich auf altersbedingte Korrosion zurückzuführen.
Um 18.20 wurde die Feuerwehr Godshorn alarmiert. In der Kapellenstraße
drohte Wasser in einen Keller zu laufen. Um 18.24 hatte die Feuerwehr Langenhagen
einen Einsatz am Reuterdamm bei einem Wasserschaden in einem Keller und um 18.55 Uhr einen Einsatz in der Hans-Böckler-Straße, wo sich Wasser durch Gullys drückte und ein Lager einer Firma sowie einen Fahrstuhlschacht, Wasserhöhe 1,20 Meter, überflutete. Erheblicher Schaden entstand dort nach Auskunft des Geschäftsführers. Zu vermuten sei, dass trotz des "sehr guten und schnellen Arbeitens" der Feuerwehr-Einsatzkräfte, Feuchte in den Betonboden gezogen ist. "Dann muss das Lager geräumt und getrocknet werden", so seine Auskunft vor Ort. Unklar ist bis Redaktionsschluss, warum der Regenwasserkanal kein Wasser mehr aufgenommen hat. Seit Monaten wird in der Hans-Böckler-Straße daran gebaut. Dass alle Gullideckel im Straßenverlauf nach zwei heftigen Regengüssen hoch gegangen sind, läßt auf ein größeres Problem schließen.