Überlastung und Verärgerung

Am Runden Tisch sollten interkommunale Lösungsansätze erarbeitet werden.

Runder Tisch A2: Kommunen suchen gemeinsam nach Lösungen

Garbsen/Langenhagen. Erstmals haben sich Vertreter mehrerer betroffener Kommunen in der Region Hannover zu einem Runden Tisch zum Thema Stau- und Baustellensituation auf der A2 und den damit einhergehenden Umleitungsverkehren getroffen. Auf Einladung des Garbsener Bürgermeisters Christian Grahl beteiligten sich Vertreter der Städte Hannover, Langenhagen, Neustadt, Wunstorf, Barsinghausen und Seelze sowie Fachleute der Verkehrsmanagementzentrale Hannover (VMZ), der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie der Region Hannover an der Sitzung im Garbsener Rathaus. Im Fokus standen der gegenseitige Austausch zu aktuellen Problemlagen in den Kommunen sowie die Erarbeitung interkommunaler Lösungsansätze. Beispielsweise ein Autobahnabfahrtsverbot für Lastwagen in Stausituationen, eine Op- timierung von Lichtsignalanlagen auf Umleitungsstrecken, die Verlängerung von Auto- bahnabfahrten oder das Aufstellen von gezielten LED-Umleitungshinweisen.
„Es ist unsere Pflicht, die Belange und Probleme unserer Bürger im Zusammenhang mit Autobahn-Umleitungsverkehren ernst zu nehmen und Verbesserungen herbeizuführen“, sagte Bürgermeister Grahl zu Beginn der Veranstaltung. Der folgende rege Austausch zwischen den Behördenvertretern machte deutlich, dass einfache und schnelle Lösun- gen im komplexen und stark belasteten Verkehrssystem der Region Hannover nur schwer zu finden sind. Allein rund 120.000 Fahrzeuge sind täglich auf der A2 unter- wegs, wie Kirsten Hauk von der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mitteilte.
„Zudem müssen die A7, die A352 und die B6 in die Betrachtungen aufgenommen wer- den. Sobald es auf einer dieser Strecken zu Baustellen kommt, hat dies Auswirkungen auf viele andere Straßen“, sagte Benjamin Gleue, Verkehrskoordinator der Stadt Neu- stadt. Auch eine gute Nachricht hatte Behördenvertreterin Hauk im Gepäck: Nach zahlreichen Baustellen auf der A2 in diesem Jahr „wird es 2019 deutlich ruhiger“, so Hauk.
Bis zum nächsten Treffen Anfang 2019 sollen nun konstruktive Lösungsansätze auf ihre rechtliche Umsetzbarkeit geprüft werden. „Was rechtlich möglich ist, sollte umgesetzt werden“, so Seelzes Bürgermeister Detlef Schallhorn. „Nötigenfalls sind Rechtsänderungen zu prüfen, um neuen Entwicklungen gerecht zu werden“, ergänzte Grahl.
Zum nächsten Termin sollen auch Vertreter der zuständigen Polizeibehörden eingeladen werden. Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer sagt: „Wenn zu viele Autofahrer versuchen, solche Engstellen zu umfahren, stockt der Verkehr irgendwann auch auf den Ausweichstrecken. Das erleben wir mitunter auch auf der Bothfelder Straße und der Godshorner Straße, obwohl beide als Umleitungsstrecken für ein höheres Verkehrsaufkommen ausgelegt sind“,„Langfristig müssen wir Lösungen entwickeln und dabei schauen, wie wir die Situation auch für die Menschen an den Umgehungsstraßen verbessern können.“