Übung für den Notfall

Wie hebt man Verletzte richtig an? Die Schulsanitäter üben realitätsnah.

IGS Sanitätsdienst probt Unfallgeschehen

Langenhagen (gg). Den Einsatz übte der Sanitätsdienst der IGS bei einem gestellten Unfallgeschehen. 26 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge neun und zehn wurden über eine Lautsprecheransage aus dem laufenden Unterricht gerufen. Sammelpunkt war die Pausenhalle, wo Hubertus von Wick, Leiter des Schulsanitätsdienstes, mit Unterstützung von Oliver Wolfskehl die Einsatzlage ansagte: „Hinter dem D-Trakt haben Kinder auf einem Baugerüst getobt. Das ist eingestürzt und hat die Kinder teilweise unter sich eingeklemmt. Die Rettungsdienste sind alarmiert, sind allerdings frühestens in 30 Minuten vor Ort.“ Mit Erste-Hilfe-Koffern und Tragen liefen die Schulsanitäter zum Unfallort und fanden 15 „Verletzte“ vor. Mit Unterstützung von Jennifer Janik von den Johannitern Langenhagen haben sich freiwillige Schüler professionell schminken lassen, so dass blutende Verletzungen wie in der Realität zu sehen waren: große offene Wunden am Bauch, am Rücken oder an den Armen und Beinen. Die „Verletzten“ lagen am Boden, spielten Schockzustände und Symptome für innere Verletzungen. „Die erste Hilfe in einem solchen Fall zu leisten, erfordert viel“, erklärt Rebecca von Wick von den Johannitern vor Ort. Zusammen im Team mit Marcel Ostemeyer und ihrem Mann Andreas von Wick beobachten sie das Verhalten der Schulsanitäter und notieren auf Checklisten ganz genau, was noch verbessert werden muss. Zwar haben die Schulsanitäter eine Ausbildung in einem Sanitätskurs der Johanniter hinter sich, doch mit den Hilfsmitteln richtig umzugehen, will geübt sein. So können baumelnde Gurte an Tragen zur Stolperfalle werden und vieles mehr. Neben der Erste-Hilfe-Versorgung gehört zu den Aufgaben am Unfallort auch die Betreuung der Verletzten und deren Vorbereitung zum Weitertransport. Eine Stunde dauerte die Übung und eine weitere Stunde wurde zur Auswertung genutzt, bevor die Schüler wieder in den Unterricht gingen.