Übungsfall "Vermisste Person"

Orientierung bei der Einsatzübung: Die Feuerwehren Langenhagen, Kaltenweide und Krähenwinkel arbeiteten zusammen. (Foto: x)

Feuerwehren kombinieren Rettungshundestaffel

Langenhagen. Für die Feuerwehren Krähenwinkel, Kaltenweide und Langenhagen galt es in der letzten Woche ein nicht alltägliches Übungsszenario zu bewältigen. Die Gruppenführer der Ortsfeuerwehr Krähenwinkel, Frank Decker und Markus Bock sowie Jens Seegert und Thomas Siebert aus Kaltenweide arbeiteten in Zusammenarbeit mit der Rettungshundestaffel der Johanniter Unfallhilfe eine Einsatzübung zum Thema Personensuche im unwegsamen Gelände aus.
Die angenommene Übungslage war ein Unfall mit einem Reisebus auf der Bothfelder Straße. Einige der verletzten Fahrgäste verirrten sich nach dem Trauma in den nahe gelegenen Stadtwald im Bereich der städtischen Kläranlage.
Der durch die Übungsorganisatoren mit eingeplante Hubschrauber, der Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsen, konnte die Suchübung aufgrund eines Realeinsatzes nicht mit seiner Wärmebildkamera aus der Luft unterstützen.
Die Wehren rückten im Zugverband zur angegebenen Einsatzstelle an. Nach einer kurzen Lageeinweisung durch die Übungsleitung, wurden die Wehren, unter der Leitung des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Kai Jüttner, aktiv. Es galt einen Teil des Suchgebietes auszuleuchten, Suchsektoren in Lagekarten einzuteilen sowie eine Menschenkette zur Suche zu formieren. Einsatzabschnitte wurden gebildet und die Arbeit mit einem kleinen Einsatzstab trainiert. Dreh- und Angelpunkt war hier ein Einsatzleitwagen 2 der Stadtfeuerwehr Langenhagen. Dieser ist bei der Ortsfeuerwehr Kaltenweide stationiert.
Im weiteren Übungsverlauf wurden die Einsatzkräfte durch die Rettungshundestaffel der Johanniter Unfallhilfe unterstützt. Hier konnte die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen gut trainiert werden. Ein ausgebildeter Suchhund, sucht eine Fläche von 3 Hektar, egal ob Wiese oder Wald, innerhalb von ca. 20 Minuten ab. Unter der Leitung des Zugführers, Lutz Fricke, der Rettungshundestaffel, kamen vier solch ausgebildeter Hunde zum Einsatz.
Im ausgewiesenen Suchgebiet wurden neun Personen gefunden. Einige von ihnen waren gehunfähig und mussten aus dem unwegsamen Gelände durch Kräfte der Feuerwehr liegend zur Verletztensammelstelle transportiert werden. Ab hier übernahm der Rettungsdienst die weitere Versorgung. Die Verletztendarsteller kamen alle samt aus der Ortsfeuerwehr Langenhagen und hielten für die Übung lange im Wald bei schlechter Witterung aus.
Die Einsatzübung wurde mit einer kurzen Nachbesprechung sowie einer kleinen Vorführung der Hundestaffel beendet.