Übungsfall Verpuffung

In der Übung bringen Einsatzkräfte ein Fass und weitere Schläuche – chemikalienbeständig – zum verunglückten Fass.

Einsatzort Firmengelände Weatherford

Langenhagen. Mit dem Stichwort Verpuffung wurden die Feuerwehren Kaltenweide und Krähenwinkel am frühen Abend des 25. September zum Firmengelände Weatherford alarmiert. Vor Ort eingetroffen war klar, dass es eine Übung ist: Bei Verladearbeiten von Gefahrstoffen in der Lagerhalle beschädigte ein Gabelstapler ein tausend Liter Behältnis. In dem Behältnis befand sich hochgiftiges Gefahrgut. Es kam zu einer Spontanverpuffung. Dabei wurden der Gabelstaplerfahrer und zwei weitere Mitarbeiter verletzt, so das Übungs-Szenario.
Nach einer ersten Erkundung wurden die drei Vermissten von Atemschutztrupps gerettet und an die ehrenamtlichen Helfer der Johanniter Unfall Hilfe zur weiteren Betreuung übergeben. Des Weiteren bereiteten die Einsatzkräfte mehrere Löschschläuche vor. Gefahrgut lief aus, spezialisierte Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges wurden hinzugezogen. Zwei Trupps wurden mit Chemikalienschutzanzügen ausgerüstet. Sie dichteten die Lecks ab und pumpten mit einer Pumpe den Gefahrstoff in ein weiteren Behälter - ein physisch sehr anstrengender Einsatz, da die Schutzanzüge sehr schwer sind.
Nach dem Einsatz wurden die Trupps in einer Dekontaminationsdusche abgespritzt. Ebenso musste die Einsatzstelle mit diversen Lichtmasten ausgeleuchtet werden und der Einsatz in einem Führungsfahrzeug protokolliert werden. Letztendlich waren 50 Einsatzkräfte mit zwölf Einsatzfahrzeugen im Einsatz. Ausgearbeitet wurde die Übung von Maik Sachse, Thomas Siebert und Kai Jüttner.