Umgebauter Bahnhofsplatz ist symbolisch freigegeben

Gemeinsam mit einigen Kindern der Kita Wichtelhagen vollzogen Christine Söhlke (von links), Anette Mecke, Carolin Ottensmeyer, Florian Barsch, Carsten Hettwer, Mirko Heuer und Martin Karsten die symbolische Freigabe. (Foto: J. Stahl)

Verschiedene Akteure und Interessierte feierten am 19. Dezember die Neugestaltung

Langenhagen. So viel Aufmerksamkeit hat der Bahnhofsplatz seit langem nicht mehr erlebt. Die etwa 4.000 Quadratmeter große Fläche vor dem denkmalgeschützten Gebäude des Bahnhofs Langenhagen-Pferdemarkt wurde aufwendig umgestaltet. Das Ergebnis feierten verschiedene Akteure und viele Interessierte bei der symbolischen Freigabe am Donnerstag, 19. Dezember. Gut 100 Menschen waren bei der etwa einstündigen Veranstaltung zusammengekommen.
„Mir gefällt, was ich sehe“, lobte Stadtbaurat Carsten Hettwer die Veränderungen. Die Stadt hatte mithilfe des Städtebauförderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren – Kernstadt Nord / Walsroder Straße“ den Bereich neu gestaltet. Ziel war es, ihn städtebaulich aufzuwerten, Barrieren wie etwa Treppen abzuschaffen und ihn für die verschiedenen Nutzergruppen attraktiv zu machen. „Diese Pläne wurden hier beispielhaft umgesetzt – auch dank der vielen Menschen, die sich mit ihren Ideen, Anregungen und ihrem Engagement eingebracht haben.“
Der neu geschaffene, verkehrsberuhigte Bereich vor dem Bahnhofsgebäude erwies sich für die Feier als Gewinn. Unbehelligt von jeglichem Kfz-Verkehr trug der Posaunenchor der Matthias-Claudius-Gemeinde seine Lieder vor, lud das Team der Kita Wichtelhagen zum Verzieren von Plätzchen ein, konnten die Feiernden die Getränke vom Café-Restaurant Emma genießen und den Reden von Stadtbaurat Carsten Hettwer, Elke und Florian Barsch lauschen. Für die Eigentümer des Bahnhofsgebäudes gab es gleich zwei Gründe zum Feiern. Die achtmonatige Baustelle vor der Tür hat ein Ende. Zudem erhielt Familie Barsch für ihr Haus in norddeutscher Klinkerarchitektur eine Denkmalplakette als Anerkennung für eine beispielhafte Sanierung des Baudenkmals.
Was es mit dem 1920/21 erbauten Stationsgebäude auf sich hat, verrät das GLIEM-Schild, das am Freitag an seinen Platz zurückkehrte. Es musste weichen, als im April die Arbeiten begannen: Unter anderem wurden gut 1.900 Quadratmeter Asphalt und über 1.000 m2 Pflaster ausgebaut, etwa 82.000 neue Klinkersteine verbaut und eine Vegetationsfläche von 1.200 Quadratmetern bepflanzt.
Im Inneren des Platzes entstand eine kleine Parkanlage. Verschwunden ist die durchgängige Asphaltdecke, die nur dazu diente, Fahrräder abzustellen oder schnell überquert zu werden. Nun gibt es klare Wegebeziehungen, fünf Sitzbänke sowie eine 500 m2 große Rasenfläche mit Rabatten und mehr als 50 Fahrradbügel auf der nördlichen Platzseite.
Zu der Einrichtung der Stichstraßen nördlich und südlich des Platzes gab es anfangs Bedenken. Diese konnten ausgeräumt werden, als bei einem kurzfristig anberaumten Ortstermin die Größe der vorgesehenen Wendeplätze getestet wurde. Im Zuge des Beteiligungsprozesses war der Sanierungsbeirat „Kernstadt Nord / Walsroder Straße“ ein verlässlicher Partner; zudem wurden zwei Workshops anberaumt.