"Und wie viele hast du?"

Markus Bugs und Martin Heins vom TSV KK halten stolz ihren Pokal in den Händen. Andreas Hartfiel (Mitte) ist von dem Siegerergebnis beeindruckt.Foto: L. Schweckendiek

Krähenwinkler Vereine ermitteln die besten Hobbyschützen

Krähenwinkel (ls). Ortspokalschießen in Krähenwinkel: Teilnehmen konnte jeder Verein aus Krähenwinkel, der sich zuvor angemeldet hatte. Dies alles sei eine reine Spaßsache, so Andreas Hartfiel, Ortsbürgermeister von Krähenwinkel und einer der Organisatoren der Veranstaltung. Zwar gab es am Ende Präsentkörbe mit Keksen und Wein, doch war von diesen für jeden der 60 Teilnehmer einer da, sodass der Ehrgeiz nicht durch Geschenke angespornt wurde. Allein die Ehre vom Verein sollte erhalten bleiben. Die letztendliche Ringzahl ergab sich aus einem Mannschaftsergebnis von jeweils vier Personen, alle aus einem Verein, von denen jeder ein Mal auf die so genannte "Glücksscheibe" und einmal auf die Ringscheibe aus 50 Metern Entfernung mit einem Kleinkalibergewehr schießen musste. Die Frage: "Und wie viele hast du?" nahm an dem Abend wohl jeder ein mal in den Mund, denn dass die Ringzahl der Mitstreiter das spannendste Thema des Abends war, stand für alle außer Frage.
Bevor am Ende dann der neue Standort für den Wanderpokal verkündet werden konnte, gab es einen kleinen Zwischenfall. Ein Stechen musste bei einer endgültigen Entscheidung helfen. Bernd Kühn vom Schützenverein Krähenwinkel und Ralf Damerow von der örtlichen Feuerwehr sollten die zuvor identischen Ergebnisse noch einmal verändern. Als sich der Schützenverein schon über seine zwei Ringe Vorsprung freute, ließ Hartfiel noch eine Bombe platzen: "Bevor wir nun zum ersten Platz kommen kann ich Ihnen sagen, das dieser weder von der Feuerwehr noch vom Schützenverein belegt wurde. Das Stechen war nicht um den ersten Platz. Das wussten die Vereine nur nicht." So belegten, zur Belustigung der anderen Teilnehmer, die Schützen nur den dritten und die Feuerwehrleute den vierten Platz. Die Nase vorne hatten mit 320 Ring Markus Bugs, Martin Heins, Boris Wicke und Philip Zirpel vom TSV KK. Mit nur einem Ring weniger erschossen sich die Mitglieder des Fördervereins der Grundschule und Kindertagesstätte Krähenwinkel einen stolzen zweiten Platz. Das Schlusslicht bildete der Reiterverein Krähenwinkel mit 222 Ring. Blieb für die zwölf teilnehmenden Vereine nur zu sagen "Gut Ziel!" und bis zum nächsten Jahr.