Und wieder einmal hieß es „geiht“

Eine illustre Runde traf sich jetzt am Silbersee. (Foto: O. Krebs)

Achte Auflage der Langenhagener Eiswette am Ufer des Silbersees

Langenhagen (ok). Geiht oder steiht? Das ist die alles entscheidende Frage, die sich eine ilustre Gruppe aus 13 jungen und etwas älteren Männern mit Krawatte und Zylinder am Silbersee gestellt hat. Zum achten Mal stand die Langenhagener Eiswette auf dem Programm, die immer ersten Sonnabend nach dem 6. Januar über die Bühne geht. Und nur einmal in all den Jahren hieß es „steiht“, also steht. Im Klartext: Das Schnapsglas, das der Notar genau eine Elle – also 58,42 Zentimeter – vom Ufer entfernt auf das Wasser gesetzt hatte, blieb erwartungsgemäß nicht stehen. Keine Überraschung bei deutlichen Plusgraden. Freuen konnten sich die elf von 15 Wettern der eingeschworenen Gemeinschaft, die bis zum 30. September auf „geiht“, also geht, gesetzt hatten. Der Wetteinsatz: 15 Euro. Das Quartett, das dieses Mal falsch lag, musste jeweils zehn Euro Strafgeld berappen. Überwacht wird das Ganze vom Wettmeister, in diesem Jahr war es Colin Schneider. Die Ämter wechseln Jahr für Jahr: Konsule waren dieses Mal Ole Hindorf und Christian Stark, Notar Sven Pranschke. Nur der Voigt, also quasi der Verwalter, ist immer der Gleiche: Wolfgang Kisser. Wer ein Amt innehat, ist von anderen leicht zu unterscheiden, weil er eine rote Krawatte trägt. Treffen ist aber nicht nur einmal im Jahr im Januar, auch im Sommer laufen eine Menge gemeinsamer Aktionen wie Boßeln oder Kanufahren. Wetten ist dann aber nicht abgesagt. Die feuchtfröhliche Gesellschaft hat sich nach der Prozedur den Wetteinsatz noch zusammen auf den Kopf gehauen und in Flüssiges umgesetzt. Ein lustiger Tag mit einem schönen Abschluss, der im nächsten Jahr sicher wiederholt wird. Denn so steht es ja auch in den Statuten.