Unerkannte soziale Leistungen

Rainer Fredermann (von links) mit Manfred Preis und Andreas Spindeler. (Foto: G. Gosewisch)

Rainer Fredermann vor Ort im Stadtteil Wiesenau

Langenhagen (gg). Vielfältig ist das Geschäft mit den sozialen Leistungen von Bund, Land und Region. Was in der öffentlichen Wahrnehmung eher unerkannt ist, hat sich Rainer Fredermann, CDU-Landtagsabgeordneter im hiesigen Wahlkreis nicht nur genauer angeschaut, sondern auch erlebt. „Herr Fredermann hat unsere Einrichtung nicht nur besucht, sondern er hat einen Tag lang hospitiert und alles miterlebt, was den Alltag hier ausmacht“, erklärt Manfred Preis, Gemeinnützige Gesellschaft für Behindertenarbeit im Stadtteil Wiesenau, Liebigstraße 6. Er übergibt Ende Juni die Geschäftsführung an Andreas Spindeler. Die Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen umfasst vier Häuser, um 350 bis 400 Menschen mit Handicap kümmern sich rund 150 Mitarbeiter, fast alle arbeiten in Teilzeit.
Für Fredermann war die Einrichtung in der Liebigstraße nur eine von mehreren, die er in den vergangenen Wochen besucht hat, auch in Burgwedel und Isernhagen war er im Themenbereich Inklusion unterwegs. Mit der Pestalozzi-Förderschule, dem Mehr-Generationen-Haus, dem ambulanten DRK-Dienst, dem Seniorenheim Bachstraße und der Frauen- und Lebensberatungsstelle Ophelia hat er in Langenhagen viel kennen gelernt.
„In den Gesprächen wurde deutlich, dass die Kontakte zum Kultus- und Sozialministerium in einigen Aspekten unzureichend ausgeprägt sind", so das Fazit von Fredermann und weiter, „ich würde mir wünschen, dass insbesondere die Förderschulen klarere Signale aus Hannover erhalten, wie ihre Arbeit im Detail weitergehen soll. Hier besteht Nachholbedarf." sagt er. Wichtig sei, dass bei allen strukturellen Veränderungen das Kindeswohl ins Zentrum gerückt wird.
Die Hospitation in Langenhagen zeigte ferner, dass die Inklusion alle gesellschaftlichen Bereiche umfasst. Daher müsse zügig an der Umsetzung eines Aktionsplans gearbeitet werden, um spürbare Fortschritte für die Betroffenen vor Ort zu erreichen.