"Unruhe der vergangenen Monate war zu groß"

Stefan Gehrke verlässt den SC Langenhagen

Langenhagen (rt). Wer ihn kennt, weiß das Stefan Gehrke kein Mann halber Sachen ist. Nicht umsonst hat er vor Jahren seine Fußballlehrer-Lizenz mit Größen wie Thomas Häßler oder Thorsten Fink gebaut. Engagiert und motiviert hat er sich in der Region einen Namen als Fachmann erworben. Nun hat er einen Schlussstrich unter das Kapitel SC Langenhagen gezogen. Sein dritter Auftritt in der Flughafenstadt endet am 30. Juni. Per E-Mail hat er die Verantwortlichen über seinen Schritt informiert. „An der grundsätzlichen Haltung des Vereins wird sich nichts ändern. Damit wird er in der Zukunft nicht konkurrenzfähig sein.“ Worte, die sich auf die Freigabenregelung beim SC Langenhagen beziehen. Auch weiterhin wird kein Geld für Spielerverpflichtungen in die Hand genommen, im Gegenzug kann auch jeder Akteur mit Freigabe den Verein verlassen. Eine Praxis, die bei sinkenden Sponsorengeldern in der fünften deutschen Fußballliga wenig Erfolg haben wird. „In dieser Saison haben wir den Spielern die Oberliga als persönliche Chance verkauft. Wir wollten etwas aufbauen und mit Spaß an der Freude agieren. Dies ist nicht mehr gegeben“, sagte der enttäuschte Trainer. Die Unruhe in der Sparte um den mittlerweile auch zurückgetretenen kommissarischen Leiter Michael Kauke war in den vergangenen Monaten zu groß. „Wir hätten uns mehr Rückendeckung gewünscht.“ Jetzt wird das große Ziel des Trainerteams die sportliche Rettung des Oberligisten in Angriff genommen. Nach vier Abgängen in der Winterpause und bisher nur einem Neuzugang ist der Kader in der Breite jedoch mächtig geschrumpft. Wie es beim SC Langenhagen in der nächsten Saison weitergeht hängt auch vom 31. März ab. An diesem Tag müssen die Vereine die Meldungen für die Klasseneinteilungen der neuen Spielzeit einreichen. Man darf gespannt sein, wie lange in Langenhagen das Produkt Oberliga noch angeboten wird.