Untergrund noch nicht erkundet

Langenhagen (gg). Heftig diskutiert wurde in der jüngsten Ratssitzung zum Thema „Gründung eines Eigenbetriebs Bad“. Ab Januar 2014 soll dieser die Planung, den Bau, den Betrieb und die Unterhaltung des neuen Familien,- Sport- und Freizeitbades durchführen und wird zwecks Geschäftsführung auch mit einem sechs-stelligen Kapital ausgestattet. Das entspricht der vom Rat beschlossenen „Schritt-für-Schritt“-Vorgehensweise, und mit dem Beschluss zum Eigenbetrieb Bad sei das Grundstück (der Standort) für das neue Bad nicht festgelegt, erläutert Stadtbaurat Carsten Hettwer. „Das ist die falsche Reihenfolge. Solange die Grundstückfrage nicht geklärt ist, sollte auch nicht geplant werden, sonst entstehen vermeidbare Kosten“, mahnt BBL-Ratsherr Jens Mommsen. Irritiert waren die Ratsmitglieder über das Ergebnis einer ersten Oberflächen-Erkundung der Fläche an der Theodor-Heuss-Straße, die als Standort für das neue Bad bereits ausgewählt wurde. „Saures, betonangreifendes Grundwasser“ sei dort gefunden worden. Was bedeutet das? „Das ist nichts ungewöhnliches und nichts, was nicht überschaubar in den Griff zu bekommen ist“, erklärt der Stadtbaurat. Die Beprobung der Fläche habe im Rahmen einer ersten Erkundung stattgefunden, auch um eine erste Einschätzung zum Grundwasserstand zu bekommen. Informationen zu historischen Gegebenheiten vor Ort werden nun gesammelt, auch eine Erkundung in der Tiefe (Geothermie) sei möglich - sinnvoll dann in der Regie des Eigenbetriebs Bad.
Zu den historischen Gegebenheiten, samt Wasserführung, im Stadtpark erscheint in der nächsten Ausgabe des ECHOS ein ausführliches Interview mit Werner Kirschning, Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL), der besondere Kenntnisse hat.