Unterricht zur Probe

Langenhagen (ne). Vor 50 Jahren war das Schulwesen völlig anders organisiert als heutzutage. Ob besser oder schlechter, sei dahingestellt. Damals mussten die Eltern jedenfalls ihre Kinder zum Probeunterricht in der Mittelschule an der Dorf-, der heutigen Angerstraße, anmelden und zwar im Rektorzimmer. Mitzubringen waren das Zeugnisheft der Volksschule, Geburtsurkunde und Impfschein. Dazu wurde auf der Titelseite des ECHO aufgerufen. Über die Aufnahme in die Mittelschule wurde nach einer schriftlichen und mündlichen Prüfung, die dem Probeunterricht folgte, entschieden. Ein Gymnasium gab es noch nicht. Die Grundschulanfänger in den damaligen drei Schulbezirken der Stadt mussten ebenfalls angemeldet werden und zwar für die Volksschule I, die heutige Hermann-Löns-Schule, die Brinker Schule und die Wiesenauer Schule, heute Adolf-Reichwein-Schule. Anmeldepflichtig waren alle Kinder, die bis zum 31. März 1962 das sechste Lebensjahr vollendet hatten.