Unterwegs

Waren Sie auch unterwegs im Urlaub? Ich war mit meiner Familie in Griechenland. Und obwohl das Land von Problemen verfolgt wird, war es dort wunderschön. Wir konnten von der Krise jedenfalls nichts spüren. Vermutlich müsste man dazu wohl etwas länger vor Ort leben, und genauer nachfragen.
Wer auf Reisen geht, bekommt in jedem Fall viele neue Eindrücke und erfährt Dinge, die er vorher nicht kannte. Auch uns ist es wieder so ergangen. Von antiken Ausgrabungsstätten bis zu einer großen Meeresschildkröte, die uns nachts am Strand über den Weg lief, haben wir viel gesehen. Manches davon wird uns dauerhaft im Gedächtnis bleiben.
Sofort nach der Rückkehr wurde mir aber auch wieder bewusst, wie viele Menschen es gibt, die unfreiwillig unterwegs sind. Zeitungen und Fernsehen berichten täglich von den vielen Flüchtlingen, die nach Europa wollen. Alte Leute, die sich kaum auf den Beinen halten können und Säuglinge, die vor Hunger und Durst weinen, sind da zu sehen. Ich kann diese Bilder kaum ertragen. Aber sie machen deutlich, wie groß die Not ist, vor der diese Menschen fliehen.
Zum Glück gibt es auch gute Nachrichten. Fast überall bei uns werden Flüchtlinge freundlich aufgenommen. Auch in Langenhagen engagieren sich viele Ehrenamtliche dafür, dass Asylbewerber sich hier schneller zurecht finden. Und in den Augen derer, die bei uns Hilfe suchen, ist neben der Not immer auch die Hoffnung zu sehen. Die Hoffnung auf ein Leben ohne Angst und mit Zukunft.
Torsten Kröncke, Pastor