Urlaub für Leib und Seele

Meteorologisch endet zwar heute der Sommer, aber noch meint es die
Sonne recht gut mit uns. Doch leider enden auch die Schulferien an
diesem Wochenende. So sind viele bereits aus ihrem Sommerurlaub zu-
rück gekehrt. Oder gehören auch Sie zu den glücklichen, die ihren
Urlaub noch vor sich haben? Vielleicht packen Sie gerade die Kof-
fer, um sich auf die Reise zu begeben? Mein Tipp: Lassen Sie bereits den
Anreisetag zum Urlaubstag werden. Wenn Sie mit dem Auto fahren, be-
suchen Sie doch mal eine der 30 Autobahnkirchen Deutschlands. Sie
finden diese Gotteshäuser, wenn Sie den Schildern „Autobahnkirche“ fol-
gen, meist in der Nähe von Autobahnausfahrten oder von Raststätten.
Sie sind als stille Oasen für die Autofahrer gedacht. Hier können Sie
– vielleicht nach einer nervigen Phase mit „Stop and Go“ – den Kopf
wieder frei kriegen oder einfach nur rasten. Wenn Sie vom Flughafen Hannover
aus starten, beachten Sie in der Ankunftsebene zwischen Terminal A
und B den immer geöffneten Andachtsraum der ökumenischen Flughafenseel-
sorge. Ein schlichter Raum mit Kreuz und Altar lädt ein, mitten
im Trubel runter zu kommen, bevor man abhebt. Am Urlaubsort angekommen will an
vielen Orten die Urlauberseelsorge Menschen ansprechen, die in ihren
heimischen Kirchengemeinden zuhause sind, aber auch jene, die kei-
nen Kontakt mehr zur Kirche haben. Vielleicht ein Angebot auch für
Sie, Kirche neu wahrzunehmen? Viele Kirchen – gerade in süd-
lichen Ländern – sind immer geöffnet. Es lohnt sich, den Schritt
über die Schwelle zu wagen. Treten Sie ein in einen Raum, der von Got-
tes Geschichte mit den Menschen erzählt. Lassen Sie alte Gemäuer und
lichtdurchflutete Fenster auf sich wirken. Atmen Sie den besonderen
Duft der diesen Raum erfüllt. Nehmen Sie sich die Zeit anzukommen
an diesem Ort und geben Sie auch Ihrer Seele die Chance anzukommen
– im Urlaub und vielleicht wieder neu bei Gott.

Wolfgang Frost, Gemeindereferent