Uwe Spiekermann überzeugte mit Design

Bei der Preisverleihung: Uwe Spiekermann (von links), Mirko Heuer und Bernd Althusmann.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann verleiht Niedersächsischen Staatspreis

Langenhagen. „Das gestaltende Handwerk steht immer wieder vor neuen Herausforderungen“, erklärte Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann bei der Übergabe des Niedersächsischen Staatspreises. „Es muss sich in Zeiten von Massenkonsum, weltumspannender Kommunikation und wöchentlichen Sortimentswechseln mit seinen Produkten gegenüber industriell gefertigten Waren behaupten. Dies kann nur gelingen, wenn Handwerkerinnen und Handwerker ihre Stärken nutzen: individuelle Fertigung, bewusste Materialauswahl, exzellente Verarbeitung und das richtige Maß an Innovation bei der Produktion und Vermarktung.“
Der mit 5.000 Euro dotierte Niedersächsische Staatspreis für das gestaltende Handwerk ging an den Steinmetz- und Steinbildhauermeister Uwe Spiekermann aus Langenhagen.
Seit 1958 würdigt das Land Niedersachsen das hohe Niveau des handwerklichen Designs in Niedersachsen durch den Staatspreiswettbewerb und die Vergabe der Preise. In der aktuellen Wettbewerbsrunde wurden rund 200 Exponate eingereicht und durch eine fünfköpfige Jury bewertet. Ich freue mich, dass der diesjährige Niedersächsische Staatspreis für das gestaltende Handwerk an Herrn Uwe Spierkermann und damit nach Langenhagen ging“, sagt Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer. Der bekannte Steinmetz- und Steinbildhauer hat viele Kunstwerke für Langenhagen geschaffen. Von ihm stammen unter anderem die Werke „Innenwelt, „Hommage an die Natur“ sowie das Objekt auf dem anonymen Grabfeld auf dem Friedhof Grenzheide: die Wand, in der jemand eine Lücke hinterlassen hat.
„Mich fasziniert diese gestalterische Umsetzung des Themas Verlust. Daher begeistert es mich, dass es dieses gelungene Kunstwerk auch als Erinnerungselement in einem kleineren Format gibt. Die Skulptur passt in den eigenen Garten oder in die eigenen vier Wände. So bietet das Kunstwerk in Miniatur abseits des Friedhofes eine weitere Möglichkeit, an einen geliebten, verlorenen Menschen zu denken.“