Verantwortung für sich selbst und Andere übernehmen

In den fünften Klassen der IGS Langenhagen ist im vergangenen Jahr ein richtiges "Wir-Gefühl" entstanden. (Foto: O. Krebs)

Sozialtraining hat in den fünften Klassen der IGS Früchte getragen

Langenhagen (ok). Wer gern zur Schule oder zur Arbeit geht, ist zufriedener und damit seltener krank. Klingt nicht nur logisch, sondern ist nach Aussage von Sonja Trautmann von der pronova BKK auch eine Tatsache. Gerade bei Auszubildenden sei die Krankheitsrate in der jüngsten Zeit gestiegen, in Schule und dann auch in der Ausbildung sei ein Wohlfühlklima wichtig. Deswegen habe sie dem Klassentraining von Teamwerk aus Hildesheim so positiv gegenübergestanden, im Laufe der Stunden deutliche Verbesserung im Verhalten und bei den sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler festgestellt. Die pronova BKK hatte ds Sozialtraining finanziell gefördert. Insgesamt 16 Schulstunden haben Anne und Matthias Merten in allen sechs fünften Klassen gegeben. „Im nächsten Schuljahr läuft das Projekt in allen fünften, sechsten und siebten Klassen“, sagt Kerstin Bücken, Leiterin der Sekundarstufe I. „Die Kinder haben gelernt, Verantwortung für sich selbst, aber auch für die ganze Klasse und die ganze Schule zu übernehmen“, sagte Matthias Merten bei der Verleihung der Abschlusszertifikate. Er selbst habe oft eine Mega-Gänsehaut gehabt und sei geflasht gewesen. So etwas wie in Langenhagen habe er noch nicht erlebt, und er mache den Job schon seit 14 Jahren. Die Schüler seien offen und ehrlich, die Lehrer sehr engagiert gewesen. Keiner habe sich rausgezogen, und alle profitierten von dem Training. Andere respektieren und achten, andere tolerieren und sich selbst ein Stück zurücknehmen, das sei die Kernbotschaft. Die Schülerinnen und Schüler könnten sich durchaus selbst einmal auf die Schulter klopfen.Viel Lob gab es aber auch für das Trainer-Ehepaar, das mit viel Feingefühl und Fingerspitzengefühl agiert und niemanden allein gelassen habe. Es habe jede Menge Lob und Wertschätzung gegeben, aber auch unangenehme Dinge seien durchaus angesprochen worden. Kurzum: In einer gestärkten Klassengemeinschaft sei durchgehend ein richtiges „Wir-Gefühl“ entstanden.