Verdiente "Urgesteine" verlassen die Schule

Lange Jahre eine feste Institution am Gymnasium (von links): Norbert Goldenstein, Rainer Jeglin und Hans-Eckart Strodtmann-Wegener.

Gymnasium Langenhagen verabschiedet drei langjährige Kollegen

Langenhagen. Jetzt endete für drei Kollegen des Gymnasiums ihre „Schulzeit“. Norbert Goldenstein, Rainer Jeglin und Hans-Eckart Strodtmann-Wegener nach jeweils mehr als 30 Jahren das Gymnasium Langenhagen.
Norbert Goldenstein (62) – von seinen Kollegen "Goldi" genannt – hat anfangs am Gymnasium II von 1979 bis 1984 unterrichtet und wechselte dann an das Gymnasium I, um dort weiterhin Chemie und Biologie zu unterrichten. Viele Jahre hat er die Chemie-Olympiade betreut und auch aktiv den Wettbewerb „Das ist Chemie“ für die jüngeren Schülerinnen und Schüler gestaltet. Mit viel Engagement hat er im Rahmen des Hochbegabungsverbundes die Chemie-AG für die Schülerinnen und Schüler der Klassen drei bis sieben geleitet. Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Viertklässler dienstags in seiner AG, um erste Versuche im Fach Chemie umzusetzen.Für den gebürtigen Emder hieß es immer: "Früh übt sich, wer ein Meister werden will."
Rainer Jeglin (63), der aus Schleswig stammt, hatte ebenfalls erst am Gymnasium II, dann ab 1984 am Gymnasium I Deutsch und Geschichte unterrichtet. Lange Jahre hat er nicht nur die Schülerinnen und Schüler zuverlässig in die Vielfalt der Literatur eingeführt und ihnen "eloquent und elaboriert" historische Zusammenhänge erfahren lassen, sondern hat auch über viele Jahre den Fachbereich Geschichte als Fachobmann geleitet. Die Wertschätzung der Mädchen und Jungen wird sicher am Spitznamen "der Meister" deutlich.
Hans-Eckart Strodtmann-Wegener (76), der schon 2005 das erste Mal am Gymnasium in den Ruhestand verabschiedet wurde, hat zehn Jahre mit viel „Herzblut“ die Hausaufgabenbetreuung geleitet. Als er 2005 verabschiedet wurde, hatte er die Idee, Schülerinnen und Schülern nachmittags bei den Hausaufgaben mit Rat zur Verfügung zu stehen und ihnen „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben. Aus dieser Idee ist eine feste Einrichtung am Gymnasium geworden. Zehn Jahre hat Strodtmann-Wegener, unterstützt von einigen Kollegen, Eltern und älteren Schülern, jeden Tag in der Zeit von 14 bis 16 Uhr Unterstützung bei der Anfertigung von Hausaufgaben angeboten, hatte immer ein offenes Ohr für seine Schülerinnen und Schüler. Das Angebot wurde begeistert angenommen, in manchen Zeiten hatten er und seine Kollegen mehr als 50 Kinder zu betreuen.Er hat es geschafft, ihnen die Mathematik näher zu bringen. Sein Motto: "Mathe ist reine Routine. Man muss sich an den Anfang erinnerin, das Ende kommt von selbst." Jetzt will er in den verdienten Ruhestand wechseln und die „Hausaufgabenbetreuung“ in jüngere Hände abgeben. Seine "Aufwandsentschädigung" – die Schülerinnen und Schüler – zahlten pro Monat jeweils fünf Euro spendete er dem Förderverein der Schule, sodass im Laufe der Zeit 10.000 Euro zusammengekommen sind.