Verleihung der „Grünen Hausnummer“ – tolle Bilanz 2020

Mit der grünen Hausnummer: Jens Monsen (von links) und Lars Hecht von der Entwicklungsgesellschaft, sowie Henrike Vogt, Geschäftsführerin der Immo Control GmbH.

Auch die Entwicklungsgesellschaft Langenhagen ausgezeichnet

Langenhagen. Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen hat entschieden: In diesem Jahr gehen ganze zehn grüne Hausnummern nach Langenhagen! Damit zeigen die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger großes Engagement für energieeffizientes Bauen und Sanieren, immerhin war es in der Vergangenheit nur jeweils eine Hausnummer pro Jahr.
Insgesamt wurden in Langenhagen drei Neubauten und sieben Sanierungsobjekte von Privatpersonen und Wohnungsbaugesellschaften für ihre Energieeffizienz gewürdigt. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig energetische Sanierung sein kann: Zu den ausgezeichneten Sanierungen zählten beispielsweise Wärmedämmungen, der Bau von Photovoltaik-Anlagen, eigene E-Ladestationen oder auch Solarthermie zur Trinkwasserbereitung. Klimaschutzmanagerin Christine Pfülb ist begeistert über das Engagement aus Langenhagen: „Die Anzahl grüner Hausnummern in diesem Jahr zeigt, wie wichtig der Einsatz für Klimaschutz geworden ist. Sie sind gute Beispiele für eine zukunftsweisende Entwicklung unserer Stadt“.
Auch die Stadt selbst kann sich über eine solche Auszeichnung freuen: Zwei neugebaute Mehrfamilienhäuser aus dem „Projekt preisgünstiger Wohnungsbau“ bekommen in diesem Jahr eine grüne Hausnummer.
Die stadteigene Entwicklungsgesellschaft Langenhagen mbH hat im Zuge des Projekts im Auftrag der Stadt Langenhagen eigene Wohnungen gebaut, um der hohen Wohnungsnachfrage im Stadtgebiet zu begegnen und Wohnraum zu günstigen Mieten anbieten zu können – und das sogar im KfW40-Standard.
So sind im Stadtteil Engelbostel bisher insgesamt 24 neue Wohneinheiten entstanden, welche den maximal zulässigen Energiebedarf für Neubauten deutlich unterschreiten. Dieser liegt bei 42,15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, die neuen Wohnungen weisen dank Erdwärme, Photovoltaik und Wärmerückgewinnung nur einen Energiebedarf von 12,67 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr auf.
„Wir freuen uns über die Auszeichnung und sind sehr zufrieden mit dem Format, das wir hier geschaffen haben“, fasst Geschäftsführer Jens Monsen zusammen, was in den insgesamt drei Jahren der Projektplanung, vom ersten Gutachten bis zur Fertigstellung der ersten Gebäude in Engelbostel, bewegt wurde. Und erklärt weiter: „Unser oberstes Ziel war es, günstigen Wohnraum in Langenhagen zu schaffen. Dass dies darüber hinaus in höchstem energetischem Standard realisiert werden konnte, ist hinsichtlich der vom Rat gefassten Klimaschutz-Beschlüsse natürlich besonders erfreulich. Unsere Planung hat weit vorher begonnen. Von daher ist dies ein starkes Signal und ein Beleg dafür, dass die politischen Vorgaben auch aus wirtschaftlicher Sicht machbar und umsetzbar sind.“
Drei weitere Objekte mit dem gleichen Energiestandard wird die Entwicklungsgesellschaft gemeinsam mit der ImmoControl GmbH aus Schaumburg bis zum Sommer 2021 im Stadtgebiet noch verwirklichen. Das Mehrfamilienhaus im Elbeweg mit 17 weiteren Wohnungen soll bereits Anfang Dezember bezugsfertig sein. Am Bauernpfad in Krähenwinkel kommen im April 2021 noch einmal 12, in Alt Engelbostel im Juli 2021 dann die letzten zehn Wohnungen hinzu.