Vertrauensbildende Maßnahme in der Moschee

Ilhan Ünsal (rechts) informierte die Polizeibeamten mit großer Offenheit über die Rituale in der Moschee. (Foto: G. Gosewisch)

Polizeibeamte zu Gast in der türkisch-islamischen Gemeinde

Langenhagen (gg). Aktiv aufgestellt ist die türkisch-islamische Gemeinde an der Bahnhofstraße, just machte sie mit ihrem Straßenfest zum 30-jährigen Bestehen auf sich aufmerksam. Die Moschee bildet den Mittelpunkt, in den Gemeinderäumen gibt es vielfältige Gemeinschaftsangebote. Speziell auf Schüler zugeschnitten ist die Betreuung mit Hausaufgabenhilfe. So stellen die Gemeinderäume einen Anlaufpunkt dar, der von rund 600 Mitgliedern regelmäßig und häufig aufgesucht wird. „Das soll nicht ohne Integration und Akzeptanz in der Nachbarschaft geschehen“, sagt Ilhan Ünsal als Sprecher der Gemeinde beim Besuch von rund zehn Polizeibeamten aus dem hiesigen Kommisssariat. Sie waren auf Einladung vor Ort. Rüdiger Vieglahn, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, hatte dem als „vertrauensbildende Maßnahme“ zugestimmt. Die Beamten informierten sich über die religiösen Abläufe und Vorgaben des Koran. Für ein besseres Verständnis gab Ilhan Ünsal bei seiner Führung durch den Gebetsraum eine kleine Lehrstunde: „Die Handbewegungen während des Gebets sind Zeichen, alles hat eine Bedeutung.“ Wie oft und in welcher Form wird gebetet? Mit großer Offenheit möchte die Gemeinde Erklärungen für ein besseres Verständnis liefern. „Es wird viel über Integration gesprochen. Hier wird diskutiert, welches Image die Gemeinde hat“, erklärt Ilhan Ünsal. So sei es wichtig, auch kleinere Alltagsprobleme zu lösen. Ein Beispiel sei die begrenzte Parkplatzzahl rund um die Moschee, die sich insbesondere beim Freitagsgebet an der Bahnhofstraße und in der weiteren Nachbarschaft zeige. An der Lösung dieses Problems soll weiter gearbeitet werden. Polizei-Kontaktbeamter Dirk Schell lässt wissen: „Die Verkehrsprobleme werden aktiv angegangen.“