Völkerverständigung als Ziel

Die Deutschen verlebten eine tolle Zeit in der Türkei.

Theaterprojekt in Izmir in der Türkei

Langenhagen. Zehn Mädchen aus ganz Deutschland, 40 Jungen und Mädchen aus der Türkei und zehn Jungen und Mädchen aus dem Kosovo nehmen vom 19. Juni bis zum 9. Juli (drei Wochen) an einem Theaterprojekt in Izmir in der Türkei teil. Ziel dieses Projektes war die Völkerverständigung und das Kennen lernen anderer Kulturen und es wurde von vier Studentinnen aus Yena, drei Theaterpädagogen, Lehrern der verschiedenen Sprachen und Betreuern der Jugendlichen begleitet. Das Theatercamp fand in einer Art Internat in Urla bei Izmir statt. In dem Internat wohnte und arbeitete man. Das Theatercamp beinhaltete Sprachkurse und das Theaterprojekt. Die Sprachkurse fanden immer wochentags vormittags statt. Die Deutschen hatten größtenteils keine Vorkenntnisse der türkischen Sprache und lernten bei einem Türkisch- und Deutschlehrer mit viel Spaß die Türkischgrundkenntnisse. Die Jugendlichen aus dem Kosovo und aus der Türkei lernten in Gruppen, die nach Vorkenntnissen eingeteilt wurden, deutsch. Nachmittags fanden dann Theaterproben statt, die von drei Theaterpädagogen geleitet wurden. Die ersten zwei Tage fanden diese noch in der großen Gruppe statt, und die Jugendlichen mussten übten Theater. Anschließend wurden die Jugendlichen in drei Gruppen eingeteilt und jede Gruppe wurde von einem Theaterpädagogen geleitet. In jeder Gruppe waren Jugendliche aus allen drei Nationen. Das Theaterstück wurde dann selbst erarbeitet und war zu dem Thema "Du und Ich gleich Wir". Es bestand aus Szenen der einzelnen Theatergruppen, aber auch aus Szenen, bei denen alle 60 Jugendlichen auf der Bühne standen.
Abends gab es verschiedene Aktionen wie zum Beispiel einen türkischen Abend, einen deutschen Abend und einen Abend, den die Jugendlichen aus dem Kosovo vorbereitet hatten. Diese Abende wurden von typischer Musik, typischem Essen und typischen Tänzen ausgezeichnet. Es gab auch einen Filmabend und einen Spieleabend. An den anderen Abenden konnten die Mädchen und Jungen bis 22 Uhr zum Beispiel an den Strand gehen oder in nahe gelegene Orte fahren. Am Wochenende machten alle Ausflüge. Am Sonnabend fuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Betreuern nach Ephesos, einer antiken römischen Stadt und wurden durch Ephesos geführt. Am letzten Tag vor der Aufführung probten alle auf der Bühne, auf der das Theater stattfand und am Tag der Aufführung fand dann die Generalprobe und schließlich auch die Aufführung statt, die ohne Fehler verlief und allen sehr viel Spaß gebracht hat. Das Theatercamp hatte den Zweck der Völkerverständigung und sollte den Jugendlichen die andere Kultur lehren, was sehr gut funktioniert hat. Am Tag der Abfahrt flossen viele Tränen. Nach dem Theaterprojekt lernten die Mädchen aus Deutschland jetzt noch die türkische Kultur in türkischen Familien für eine Woche kennen.