Voll besetzte Matthias-Claudius-Kirche

Der Posaunenchor und die Liedertafel gaben ein gemeinsames Frühlingskonzert.

Frühlingskonzert des Posaunenchores und der Liedertafel

Kaltenweide. Die Nachmittagssonne strahlte auf die Köpfe der Musizierenden in der Matthias-Claudius-Kirche und so konnte bei dem gemeinsamen Konzert der beiden Chöre am 17. März der Frühling erahnt werden. 25 Herren der Liedertafel unter der Leitung von Holger Pohl und 14 Blechbläser des Posaunenchores unter der Leitung von Robert Klassen hatten sechs Jungbläser in ihre Mitte genommen. Deren Bedeutung als Nachwuchsspieler hob Pastorin Thiele in ihrer herzlichen Begrüßung hervor.
Reinhard Brendel, selbst engagierter Sänger der Liedertafel, führte besonders einfühlsam durch das Programm. Dank seiner Moderation erfuhren die Zuhörer Hintergründe zu den Liedern, den Komponisten sowie ihrer Zeit und konnten somit ein Gespür für die vielfältigen Darbietungen entwickeln.
Eröffnet wurde das Konzert mit fröhlicher Tanzmusik, die so leicht vom Posaunenchor dargeboten wurde, dass sie regelrecht zum Schwingen des Tanzbeines einlud, wie Reinhard Brendel treffend bemerkte. Tanzmusik aus unterschiedlichen Epochen, aber auch „neuere“ Kompositionen aus dem 20. Jahrhundert wurden vom Posaunenchor vorgetragen. Sie wechselten sich mit Stücken der Liedertafel ab, die einen Bogen spannten von Liedern zum Lobe Gottes, Marias und der Natur hin zu bekannten Wander- und Liebesliedern. Zwischendrin der Auftritt der Jungbläser: „Die Augen schließen und sich mitten im Zirkus wiederfinden“, so beschrieb Reinhard Brendel treffend die Wirkung der beiden Stücke, die aus dem Zirkusmilieu stammen und extra für Jungbläser komponiert wurden und mit ihrem frischen und fröhlichen Charakter augenblicklich in eine andere Welt entführten. Eine bemerkenswerte Leistung der Trompetenschüler von Robert Klassen, die zum Teil erst seit einigen Monaten dieses Instrument spielen. Anschließend durfte sich der Solotrompeter, Christian Ische, zu seinem Auftritt erheben. Der Elfjährige, der schon seit drei Jahren regelmäßig beim Posaunenchor mitspielt, hat bereits einige Preise bei „Jugend musiziert“ gewonnen. In einem „Trumpet Voluntary“ ließ er seine Stimme über allen anderen schweben. Das letzte Stück des Abends, die irische Volksweise „Möge die Straße“ kam beim Publikum besonders gut an. Dabei war noch einmal der gemeinsame Klang der Blechbläser mit den Jungbläsern und der Liedertafel zu vernehmen.
Die gut 150 Zuhörer sahen und hörten ein abwechslungsreiches Konzert. Dank der beiden Chorleiter durfte das Publikum ein Konzert, das Musizierende dreier Generationen umfasste, genießen. Dabei überzeugten die Trompetenschüler des seit Jahren sich in besonderem Maße engagierenden Posaunenchorleiters, Robert Klassen, nicht nur als separate Gruppe, sondern musizierten auch gemeinsam mit Posaunenchor und Liedertafel. Was bleibt, sind Erinnerungen an einfühlsame Momente, Mitsingen, viel Beifall, Zugaben und wippende Füße.