Vom ersten Tag an

Stadt will Kita-Gebühren wegen Corona-Virus freistellen

Langenhagen (ok). Die Sorgen reichen von der Unterstützung bei der Betreuung über finanziellen Engpässe bis hin zur realen Angst vor massiven Auswirkungen. Der Kita-Stadtelternrat hat sich in der Corona-Krise so seine Gedanken gemacht und eine Online-Umfrage gestartet. Denn: Eltern, die jetzt Urlaub nehmen, haben im Sommer ein Problem bei der Kinderbetreuung, wenn der Urlaub aufgebraucht ist. Einige Ergebnisse der Umfrage sind erschreckend: Eines von zehn Elternpaare lässt ihre Kinder von Großeltern betreuen. So, wie es eigentlich nicht sein soll. Keine Betreuung findet statt, aber die Kita-Gebühren laufen weiter. Auch ein Resultat der Befragung: 21 brauchen finanzielle Unterstützung, 30 Prozent Kinderbetreuung. Der Kita-Stadtelternrat wünscht sich in einem offenen Brief an Bürgermeister konkret, dass die Kita-Kosten inklusive Essengeld für die Dauer der Schließung rückerstattet oder sofort eingestellt werden. Darüber hinaus sollten die Schließungstage im Sommer gestrichen oder wenigstens verkürzt werden.
Bürgermeister Mirko Heuer steht voll und ganz hinter den Eltern, die Stadt will die KIta-Gebühren ab dem ersten Ausfalltag freistellen. Der Rat der Stadt Langenhagen sollte in einem Eilantrag entscheiden, und es soll möglichst ein gemeinsames Vorgehen der Regionskommunen geben. Und so ist es am Montagabend auch geschehen. Das Resultat: Für März wird ein halber Monat beitragsfrei gestellt, im weiteren Verlauf der Schließungen jeweils volle Monate. Das gilt für Früh- und Spätbetreuung sowie für Mittagessen. Auch in Sachen Ferienbetreuung zeichne sich eine Lösung ab.
Der Kita-Stadtelternrat sendet ein Dankeschön an die Ratsmitglieder und die Stadtverwaltung. Die Krise um Covid 19 sei zwar bei Weitem noch nicht überstanden, aber sie zeige den Eltern, wie handlungsfähig Langenhagen in Krisenzeiten sei.