Von der Erzieherin bis zum Tierpfleger

Viele Schüler informieren sich an den Ständen der Neuntklässler.

Beim „Markt der Berufe“ an der RKS präsentieren die Neuntklässler ihre Erfahrungen vom Praktikum

Langenhagen (lo). Für die Neuntklässler der Robert-Koch-Realschule (RKS) stand vergangenen Donnerstag eine etwas andere Unterrichtsstunde auf dem Stundenplan. Denn die Schüler präsentierten den Siebt- und Achtklässlern ihre Erfahrungen aus dem vorangegangenen Berufspraktikum in einem "Markt der Berufe". „Vor den Osterferien haben sie ihr zweites Praktikum absolviert. Als Nachbereitung haben sie dafür jetzt Stände und Plakaten vorbereitet“, erklärt Nathalie Röder, Fachbereichsleitung AWT.
Und die vorgestellten Berufe der fünf neunten Klassen sind vielfältig. Vom Tierpfleger über Medizinische Fachangestellte, Maßschneider und Land- und Baumaschinenmechatroniker bis hin zum Einzelhandelskaufmann und Schornsteinfeger war alles dabei. Auch die 15-Jährige Victoria präsentierte ihr Praktikum, welches sie bei Il Casale in Burgwedel als Kellnerin absolvierte. „Ich mag es gerne, wenn ich mit Menschen zu tun habe. Büro wäre nichts für mich“, sagt die Neuntklässlerin. Während ihrer Praktikumszeit hat sie unter anderem Bestellungen aufgenommen, Getränke zubereitet und Essen serviert. „Es hat mir sehr gut gefallen“, sagt die Realschülerin.
Ebenfalls viel Spaß beim Praktikum hatte Eni. Die 15-Jährige hat ihr Prakikum als Fitnesskauffrau absolviert. „Ich war vorher schon öfter zum Sportmachen im Fitnessstudio. Jetzt wollte ich aber auch mal sehen, wie es von der anderen Seite aussieht“, erzählt sie. Und sie ist sich sicher: „Man lernt viele Leute kennen und hat viel Kontakt zu den Kunden. Allerdings habe ich es mir spannender vorgestellt.“ Daher ist sie sich auch noch nicht sicher, ob sie den Beruf später einmal ausüben möchte.
Ziemlich sicher ist sich hingegen Burca. Die 16-Jährige hat ein Praktikum als Erzieherin absolviert und kann sich vorstellen, später etwas mit Kindern zu machen. „Ich habe eine Großfamilie. Es macht mir einfach Spaß, mit den Kindern zu spielen und etwas zu unternehmen“, sagt die Neuntklässlerin. Gefallen hat ihr vor allem, dass sie gleich dazugehörte. „Die Kinder waren gleich anhänglich. Das fand ich toll“, sagt die Schülerin.
Zusätzlich zu der Präsentation mussten die Schüler aber auch noch Vorträge zu ihre Praktika halten. „Jede Klasse hat einen Wirtschaftslehrer, der die Vorträge bewertet. Diese Bewertung zählt dann noch zur Gesamtnote vom Praktikum“, erläutert Röder. Die Siebt- und Achtklässler hingegen konnten sich noch am Stand der Ideenexpo weiter informieren. „Das passt zur Berufsorientierung“, ist sich Röder sicher.