"Von existenzieller Bedeutung"

Stefan und Monika Polzer präsentieren zwei der 200 neuen, weitgehend vom Förderverein finanzierten T-Shirts. Foto: K.Raap

Engagierter Förderverein der Musikschule / Attraktive Freizeit auf Föhr

Langenhagen (kr). "Längst ist der Verein der Freunde und Förderer der Musikschule Langenhagen zu einer Einrichtung von existenzieller Bedeutung geworden", das betonte Stefan Polzer, 2. Vorsitzender des Fördervereins, auf der Jahreshauptversammlung dieses Gremiums, "viele Dinge könnten wir sonst einfach nicht mehr realisieren." Der Verein, der mittlerweile 106 Mitglieder zählt, ist eine Gemeinschaft von Eltern der Musikschüler, Lehrkräften, ehemaligen Absolventen sowie interessierten Bürgern und Geschäftsleuten. "Die aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen resultierenden Gelder wurden", so betonte Polzer, "auch im Jahr 2011 zur Unterstützung unterschiedlichster Aktivitäten eingesetzt, die nicht durch Unterrichtsgebühren abgedeckt werden konnten." Finanzielle Mittel flossen unter anderem in den Kauf 200 einheitlicher Shirts mit dem neuen Stadtlogo für die öffentlichen Auftritte des Jugendblasorchesters und der Percussion Group. Unterstützt wurde auch ein Probenwochenende in Abbensen. Zu den wichtigen Aufgabe des Fördervereins zählte Stefan Polzer auch die Unterstützung unverschuldet in Not geratener Eltern, um beispielsweise auch deren Sprösslingen die Teilnahme an größeren Unternehmungen zu ermöglichen. Nicht wenige Gelder flossen in Geschwisterermäßigungen von Kindern von Mitgliedern des Fördervereins. Bisher wurden den Eltern, je nach Zahl der Kinder, 30, 60 und 90 Prozent Nachlass eingeräumt. "Diese einkommensunabhängigen Rabatte können wir in Zukunft nicht mehr schultern", betonte Musikschulleiter Manfred Unger, "das sprengt die finanziellen Möglichkeiten des Fördervereins." Aber auch die nun einstimmig beschlossene neue Regelung mit 20, 40 und 60 Prozent Nachlass könne sich sehen lassen. Diese neue Vereinbarung gilt auch für die im Sommer 2012 geplante elftägige Musikfreizeit auf der Insel Föhr vom 17. bis 28. August. Dort wurde für die rund 140 erwarteten Teilnehmer ein Landschulheim angemietet, das allein den Langenhagener Musikanten, Lehrern und Betreuern zur Verfügung steht. "So ist sichergestellt", so betonte Stefan Polzer, "dass wirklich zu jeder Zeit geprobt werden kann. Den Teilnahmepreis von nur 360 Euro konnten wir mit geschickten Verhandlungen, minutiöser Planung und mit Hilfe des Fördervereins erreichen." Teilnehmen können auch Nicht-Musiker im Alter von neun bis 25 Jahren, die sicherlich auch ihren Spaß haben werden, da ein reichhaltiges Freizeitangebot angeboten wird. Als Leiter der Freizeit wurde erneut Oliver Wild gewonnen. Anmeldungen per E-mail sind möglich unter musikschule-langenhagen@t-online.de.
Zum Auftakt der Versammlung hatte der 1. Vorsitzende Bernd Müller die Teilnehmer begrüßt. Kassenführer Hamidou Bouba wies in seinem Bericht Einnahmen von 9.300 und Ausgaben von rund 6.000 Euro und damit einen Kassenbestand von 3.300 Euro aus. Blumen gab es für die Kassenprüferin Gesine Saft, die nach jahrelanger engagierter Mitarbeit den Vorstand verließ. Ihren Posten übernimmt auf eigenen Wunsch Hamidou Bouba. Neue Kassenführerin wurde Monika Polzer, die Mutter des 2. Vorsitzenden. Als Buchführungs-Profi bringt sie die allerbesten Voraussetzungen für die neue Augabe mit. Die beiden Personalien sowie die Entlastung des alten Vorstands wurden einstimmig gebilligt. Diskutiert wurde am Rande der Veranstaltung die umstrittene Entscheidung der Verwaltung, bei der musikalischen Umrahmung der "Festlichen Ratssitzung" ausgerechnet zum Auftakt der 700-Jahres-Feier auf das in vielen Jahrzehnten gewachsene breitgefächerte und leistungsstarke Angebot der Langenhagener Musikszene zu verzichten.