Von Hand gefertigte Unikate

Dorothea Schüßler (von links), Ingrid Scholz und Angela Wieschalla lassen sich im Kunstkreis gerne über die Schulter schauen. Foto: G. Gosewisch

Galerie des Kunstkreises im CCL zeigt besondere Arbeiten

Langenhagen (gg). Es ist eine Fundgrube für Liebhaber des Kunsthandwerks: Das Ladengeschäft des Kunstkreises im Obergeschoss des CCL hat sich mit seinem Angebot von handgefertigten Unikaten etabliert. Im Rahmen eines Kunsthandwerker-Marktes wurden jetzt die Arbeitstechniken gezeigt, die für die Herstellung notwendig sind. Künstlerinnen vor Ort gaben Einblick in ihr Können und erklärten die Besonderheiten.
Angela Wieschalla zeigte das Trockenfilzen auf Seide. „Im Gegensatz zum Nassfilzen kann ich viel feiner arbeiten – es ist wie Malen mit Wolle“, erklärte sie. Dies mache auch ihre Leidenschaft für diese Art des Kunsthandwerks aus – unerschöpflich seien die kreativen Möglichkeiten. Ingrid Scholz zeigte Kaleidoskope, die sie selbst aus Kupferrohr und Tiffany-Glas herstellt. „Vor Jahren habe ich etwas Ähnliches auf einem Kunsthandwerkermarkt in München gesehen“, berichtete sie. Einige Zeit habe es gedauert, bis sie alle Arbeitsschritte anwenden konnte: „Auf einige Techniken aus der Schmuckherstellung konnte ich zurückgreifen, dennoch ist viel zu beachten. Oft stehe ich mit Atemschutzmaske am Arbeitstisch, denn die Dämpfe beim Löten sind giftig.“ Auch in Kindergärten oder Wartezimmern von Ärzten sind ihre Arbeiten zu finden, denn die Farben der drehenden Glasräder sind interessant und laden zum Schauen und Ausprobieren ein.
Die dritte Präsentation wurde von Dorothea Schüßler gezeigt; sie gewährte einen kleinen Einblick in die große Kunst des Buchbindens. „Auch einfache Blöcke können mit schönem Deckel zu besonderen Erinnerungsstücken verwandelt werden“, so ihr Hinweis.
Bereits seit vier Jahren ist in den Geschäftsräumen im Obergeschoss des CCL eine Galerie zu finden. Anne Sonnemann ist von Anfang an dabei und freut sich, dass das finanzielle Konzept aufgeht. „Inzwischen haben wir eine schöne Kundenresonanz“, sagt sie. Die beteiligten Künstlerinnen teilen die Ladenzeiten untereinander auf, sie sind selber für ihre Kunden da, so dass keine weiteren Personalkosten entstehen.