Von "Happy Food" über Lesung bis szenischer Darstellung

Martin Bock spricht über Depressionen und Suchtgedanken.

Themenmonat „Depression“ im Quartierstreff

Langenhagen. Das Quartiersmanagement in Wiesenau beschäftigt sich mit einer breiten Palette von Themen rund um das Leben der Menschen im Quartier. „Manchmal halten wir bei manchen Themen die Lupe drauf.“, sagt Quartiersmanagerin Claudia Koch. „Ich erlebe in meinem Arbeitsumfeld, dass viele Menschen Phasen haben, in denen sie sich mit dem Thema Depressionen beschäftigen müssen.“. Oft wirkt sich das natürlich auf das soziale Umfeld, zum Beispiel auf die Hausgemeinschaften und Nachbarschaften aus. Deutlich wird dann, wie wenig Informationen viele Menschen zu psychischen Erkrankungen eigentlich haben.
Die Wanderausstellung und das Begleitprogramm sollen einen Beitrag leisten, Menschen mit ihren Krankheiten besser zu verstehen. Es geht um Informationen. Und um Empathie.
Das Quartiersmanagement freut sich nicht nur über viele Gäste, die die Ausstellung anschauen wollen. Auch zu dem Begleitprogramm, das mit Akteuren aus dem Umfeld des Quartierstreffs gestaltet wird, lädt alle Interessierten ein. Die einzelnen Programmpunkte:
• Donnerstag, 6.Juni, 12 Uhr: Suppenküche mit „Happy Food“ – Essen, das glücklich macht!
 Das Mittagessen kostet drei Euro pro Person und versteht sich als Spende. Ehrenamtliche des Vereins kochen am Vormittag, um 12 Uhr wird dann aufgetischt. Eine kurze Anmeldung ist wünschenswert.
• Mittwoch, 12. und 26. Juni, 17:30 Uhr: Workshop „Happy Food“ mit Melanie Kröger
Es gibt Hinweise auf die schützende Wirkung einer gesunden Ernährungsweise, was  Depressionen angeht.
Der Workshop erfolgt über zwei Abende. Eine Teilnahme an beiden Abenden ist erwünscht, um einen guten Austausch in der Gruppe zu ermöglichen. Die Abende bauen aufeinander auf.
Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei, um eine Spende wird aber gebeten. Infos und Anmeldung im Quartierstreff Wiesenau an der Freiligrathstraße 11 oder per Mail bei Claudia Koch koch@ksg-hannover.de
• Montag, 17. Juni, 18 Uhr: Vortrag und Gespräch „Depressionen und psychiatrische Erkrankungen im Alter“
Depressionen im Alter treten nicht häufiger auf als bei jüngeren Menschen. Allerdings gibt es einige Besonderheiten, die dazu führen, dass sie bei älteren Menschen gar nicht oder erst sehr spät erkannt werden.
Matthias Thäle richtet seinen Vortrag an Angehörige, informiert, klärt Fragen und zeigt auf, die Depressionen und psychiatrische Erkrankungen erkannt werden können. Und vor allem: Welche Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten können in Anspruch genommen werden und welche Schritte können Angehörige gehen?
Der Vortrag ist kostenfrei.
• Mittwoch, 19.Juni, 19 Uhr: Lesung Martin Bock
Markus Bock spricht über das, was viele nur denken können: Wie fühlen sich Depressionen und Suizidgedanken an? Was passiert bei einer Therapie und im persönlichen Umfeld? Es geht nicht um Zahlen, Daten, Fakten, Medikamente. In „Die Depression hat mich bestimmt. Jetzt bin ich dran. Vielleicht …“ geht es um einen ungeschönten Blick auf die Gefühlswelt in depressiven Lebensabschnitten und deren Auswirkungen. Die Lesung ist kein Ratgeber, sondern ein verständnisvoller Tatsachenbericht, in dem er die Frage beantwortet, ob Depressionen nicht sogar eine Chance sein können.
• Montag, 1.Juli,, 18 Uhr: Szenische Darstellung einer Depression
Wie fühlt sich eine Depression an? Szenen einer psychischen Störung
Als nicht-betroffener Mensch ist es schwer, den gefühlten Alltag von Betroffenen nachzuvollziehen.
Was empfinden Angehörige und Freunde, die einem Betroffenen nahestehen? Wie kann mit der Hilflosigkeit, dem Gefühl des Versagens, der Kluft in der zwischenmenschlichen Beziehung umgegangen werden? Wie kann man die Krankheit erkennen und gemeinsam Bewältigungsstrategien entwickeln? Was unterstützt, was ist hinderlich für einen Heilungsprozess?
Die Veranstaltung bietet Einblick in das Erleben von Depression aus Sicht von Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten.
Die Vorführung wird von der AG Selbsthilfe des Schaumburger Bündnisses gegen Depression aufgeführt. Der Eintritt ist kostenfrei.