Vorschläge bestätigt

Regionspräsident Hauke Jagau freut sich auf die Zusammenarbeit mit Andrea Hanke (Mitte) und Christine Karasch. (Foto: Region Hannover/Draheim)

Zwei Dezernentinnen gewählt

Region. Andrea Hanke wird neue Regionsdezernentin für Soziale Infrastruktur, Christine Karasch leitet künftig das Dezernat der Region Hannover für Umwelt, Planung und Bauen. Das ist das Ergebnis der Abstimmung am vergangenen Mittwoch in der Regionsversammlung. Beide Kandidatinnen wurden mit großer Mehrheit gewählt. Die Versammlung folgte damit den Vorschlägen von Regionspräsident Hauke Jagau.
Zuvor hatten sich Andrea Hanke und Christine Karasch der Versammlung vorgestellt. Andrea Hanke betonte in ihrem Vortrag die Bedeutung präventiver Arbeit in der Jugendhilfe. „Präventive Ansätze, die schon früh im Leben von Kindern und deren Familien, die diese Unterstützung benötigen, ansetzen, halte ich für unerlässlich“, sagte sie. Dabei spreche sie nicht vom Gießkannenprinzip, sondern von der gezielten Förderung von Kindern und Jugendlichen, bei denen ein Bedarf identifiziert worden sei.
Christine Karasch setzte den Akzent auf das Zusammenwirken der Kommunen auf der einen und der Region Hannover auf der anderen Seite: „Welche Möglichkeiten regionaler Steuerung gibt es, die der Selbstverwaltung dennoch allen erforderlichen Raum lässt?“ Sie beschrieb zudem die besondere Herausforderung, verschiedene Interessen wie Wirtschaft, Umwelt und Wohnen angesichts der Konkurrenz um Flächen miteinander in Einklang zu bringen. Beide Bewerberinnen benannten die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum als wichtiges Anliegen.
Christine Karasch ist bisher Dezernentin für Planen, Bauen, Recht und Ordnung der Stadt Rheine. Sie wechselt voraussichtlich zum 15. Mai zur Region Hannover und wird damit Nachfolgerin von Axel Priebs, der seit 2002 das Dezernat für Umwelt, Planung und Bauen leitete. Andrea Hanke ist aktuell noch Dezernentin für Schule, Kinder, Jugend, Familie, Soziales und Gesundheit in der Stadt Braunschweig. Sie folgt Erwin Jordan nach – ebenfalls seit 2002 als Sozialdezernent bei der Region. Der Termin ihres Wechsels ist noch offen. 
Die Personalien in Kürze: Andrea Hanke (58 Jahre) hat nicht nur in Geschichte promoviert, sondern hat zudem den Master of Public Management. Ihre Verwaltungslaufbahn begann die gebürtige Hannoveranerin 1992 als Kulturbeauftragte der Stadt Lehrte, ehe sie 1995 zunächst als Marketingreferentin, dann als Leiterin des Fachbereichs Kultur und Marketing zur Stadt Hildesheim wechselte. Es folgte 1998 der Wechsel zur Stadt Stade als Stadträtin für die Bereiche Schule, Kultur, Jugend und Soziales sowie Sport. Im Jahr 2005 der Wechsel zur Stadt Münster als Beigeordnete für die Bereiche Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport. Seit 2015 ist Andrea Hanke Stadträtin für die Bereiche Schule; Kinder, Jugend, Familie, Soziales und Gesundheit der Stadt Braunschweig. 
Christine Karasch (49 Jahre) ist Volljuristin und seit 18 Jahren in Kommunalverwaltungen tätig: Im Jahr 2004 begann Christine Karasch als Justiziarin für öffentliches und privates Baurecht in der Rechtsabteilung der Stadt Wuppertal, nachdem sie zuvor bereits fünf Jahre als juristische Referentin der CDU-Ratsfraktion in Wuppertal gearbeitet hatte. Im Jahr 2011 folgte der Wechsel zur Stadtverwaltung Lüdinghausen als erste Beigeordnete mit der Zuständigkeit für Schule, Soziales, Sport, Kultur und Ordnungsangelegenheiten und als Geschäftsführerin der städtischen Badgesellschaft Lüdinghausen. Seit 2015 ist die gebürtige Kasselerin als Dezernentin für Planen, Bauen, Recht und Ordnung der Stadt Rheine tätig.