Wahlsieg der SPD

Langenhagen (ne). Vor 50 Jahren standen Kommunalwahlen auf Kreis- und Gemeindeebene an. Der amtierende Rat mit sechs Fraktionen war damals heillos zerstritten. Man ging sogar vor Gericht. Das ECHO berichtete bei den Veröffentlichungen der Wahlergebnisse auch, dass der Wahlkampf viel zu oft demokratische Gesinnung und Toleranz habe vermissen lassen. Es gab damals 17.397 Wahlberechtigte in der heutigen Kernstadt. 13 963 Bürgerinnen und Bürger gaben ihre Stimmen in insgesamt 15 Wahllokalen der zwei Wahlbezirke ab. 448 Stimmen waren ungültig. Die SPD errang mit 51,90 Prozent die absolute Mehrheit. Zweitstärkste Partei wurde die CDU mit 26 Prozent der Stimmen. Die Kandidaten – keine einzige Frau bewarb sich um ein Mandat – stellten außerdem die FDP, die Deutsche Partei, der Gesamtdeutsche Block und eine UWG. Gültige Stimmen und Sitze verteilten sich wie folgt: 7.015 Stimmen, 13 Sitze, SPD; 3.514 Stimmen, sieben Sitze, CDU; 565 Stimmen, ein Sitz, DP; 531 Stimmen, ein Sitz, FDP; 666 Stimmen, ein Sitz, BHE und 1.224 Stimmen, zwei Sitze, UWG. Es gab also 25 Ratsmitglieder. Chef der Verwaltung war Stadtdirektor Hans-Heinrich Lange. Die Wahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters stand noch aus.