Wandel der Bestattungskultur

Veranstaltungsreihe zum Thema „Leben und Tod“

Langenhagen (ok). Superintendent Martin Bergau, VHS-Leiterin Annette v. Stieglitz und Steinmetz Uwe Spiekermann sind überzeugt – es gibt einen Wandel in der Bestattungskultur. Einerseits findet eine zunehmende Anonymisierung – die, die Kirche im Übrigen ablehnt –, aber auch eine Individualisierung wie etwa auf den Grabfeldern „Sternenkinder“ und „Pusteblume“ für Tot- und Fehlgeburten nichtbestattungspflichtiger Föten statt. Bei ihren mittlerweile achten Herbstgesprächen laden Elisabethkirche und Volkshochschule zusammen mit dem Langenhagener Steinbildhauermeister Uwe Spiekermann zu einer kleinen Veranstaltungsreihe mit drei Terminen ein. So geht es am Dienstag, 15. Novermber, ab 19 Uhr im Treffpunkt zunächst einmal um den Wandel in der Bestattungskultur – Sterben, Tod und Trauer werden zunehmend tabuisiert und zunehmend aus dem Alltag verdrängt. Wie sich die Bestattungskultur im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte verändert hat, und was dies über den inneren Zustand unserer Gesellschaft aussagt, sind die Leitgedanken dieses Vortrags- und Diskussionsabends, in deren Verlauf Uwe Spiekermann sicherlich auch über seine praktischen Erfahrungen spricht. Und: Die Veranstaltung begleitet zugleich auf eine Tagesfahrt nach Kassel vor, die am Sonnabend, 19. November, von 8.45 bis 17 Uhr ins Museum für Sepulkral-, also Bestattungskultur führt. Die Kosten liegen bei 45 Euro; wer mitfahren möchte, sollte sich bis spätestens 1. November bei der VHS unter der Telefonnummer (0511) 7307-9712, per Fax unter 7307-9718 oder per E-Mail unter info @vhs-langenhagen.de melden. Treffpunkt ist am 19. November am Hauptbahnhof Hannover, Gleis 4. Im Vortrag von Pastor Ralf Dankers am Dienstag, 22. November, ab 19 Uhr im Martinshaus wird mit dem Leitgedanken „...lehre uns bedenken, dass auch wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“ geht es zum Abschluss um das Nachdenken übers Lebensende. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.