"Warum sagst du es laut?"

Polizeibeamte Dagmar Maronde und Hans-Joachim Homuth werden durch die Puppenbühne als wichtige Ansprechpartner wahrgenommen. Luana Sensing und Charlotte Pralle (von rechts) haben Spaß am Rollenspiel.

Polizei bietet Puppenbühne für Kitas

Krähenwinkel (gg). Courage zu lernen, ist auch für Kita-Kinder wichtig. Polizeikontaktbeamtin Dagmar Maronde bietet zu den Themen „Ansprechen durch Fremde“, „Gewalt in der Familie“ und „Zivilcourage“ den Kindern in den Kitas von Krähenwinkel und Kaltenweide den Besuch der Puppenbühne an. Zusammen mit ihrem Kollegen, Polizeioberkommissar Hans-Joachim Homuth, werden in Rollenspielen entsprechende Szenen aus dem Alltag nachgespielt. Die Kinder üben, wie sie sich verhalten können. „Es gibt immer mehrere Möglichkeiten“, sagt Maronde im Abschlussgespräch mit den Eltern der Kita Krähenwinkel und weiter, „Klar ist, dass sich Kinder gegen Erwachsenen kaum wehren können. Meistens ist es die beste Lösung einfach weg zu gehen. Wenn sie fremde Erwachsene zu dicht an sich ran lassen, ist es oft zu spät, um sich zu entziehen. “ Das alles will geübt sein: sich keinen Anschein eines Opfers zu geben oder Ruhe zu bewahren, ist nicht einfach. 22 Kinder der Kita Krähenwinkel, alle im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung, haben erfahren, wem sie sich anvertrauen können, wenn sie etwas Unangenehmes erleben. Sie haben geübt, laut und deutlich zu sprechen, wenn ihnen Fremde zu nah kommen. Spielpartner dabei sind Puppen wie „Olga-Stopp“ auf der Hand von Homuth, die Stichwortgeber sind und die Kinder fragen: „Warum sagst du das so laut? - Damit man es hören kann!“ Die Kinder müssen antworten und die Erklärung formulieren. „Dabei lernen sie, ihr so genanntes ungutes Gefühl wahrzunehmen und es zu beachten. Sie sollen Merkwürdiges melden und zwar laut, so dass es alle hören und Hilfe kommen kann“, ergänzt Maronde.