„Was lange währt, wird endlich gut“

Schlüsselübergabe: Torben Noß (von links), Leiter „Kinder, Jugend und Kultur“ Stadt Langenhagen, Stadtbaurat Carsten Hettwer, Carola Diestelmeier und Ansgar Wiegmann (Architekturbüro „Raumplan“), Bürgermeister Mirko Heuer, Walter Busse, Vorstandsmitglied der Johanniter, Einrichtungsleiterin Jennifer Rihm, Dienststellenleiter Tim Heinrich (Johanniter) und Monika Gotzes-Karasch, Erste Stadträtin. (Foto: S. Dickhaeuser)

Haus der Jugend: Andora-Kunstwerk zur Einweihung des neuen Nordtraktes

Langenhagen (dkh). Ende Oktober feierten die Stadt und Johanniter-Unfall-Hilfe, Nutzerin des Nordtraktes am Haus der Jugend und geladene Gästen am Langenforther Platz die Fertigstellung und Übergabe des neuen Gebäudeteils. „Wir freuen uns, dass wir jetzt auch im Bereich der Jugendarbeit für die Bürger da sein können“ befand Tim Heinrich, Dienststellenleiter der Johanniter in Langenhagen. Mit Verweis auf die zeitintensive Bauphase, sagte Stadtbaurat Carsten Hettwer „was lange währt, wird endlich gut.“ In diesem Zusammenhang freut sich der Stadtbaurat, dass der Nordtrakt, der komplett neu gebaut werden musste, den energetischen und bautechnischen Standards voll umfänglich entspricht und somit Schwachstellen, wie beim Altbau, von vornherein ausgeschlossen sind. Für Bürgermeister Mirko Heuer ist das Ergebnis ebenfalls sehr zufriedenstellend. „Ich habe mich von Anfang an für den Neubau, statt der ursprünglich angedachten Sanierung eingesetzt und bin von dem Ergebnis echt begeistert“. Damit verband Heuer gleichzeitig den Dank an den Rat der Stadt Langenhagen, der diesen Vorschlag mitgetragen hatte. Den Johannitern wünschte der Bürgermeister ein gutes Händchen und sagte mit Blick auf die Jugend: „Mögen sich die Räume mit Lärm erfüllen.“ Rund zwei Millionen investierte die Stadt Langenhagen allein in den Nordtrakt, der sich jetzt besser als zuvor mit dem Süd- und Mitteltrakt verbindet. Gut 800.000 Euro davon bezuschusst der Bund aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“. Mit dem Neubau ist es unter anderem möglich, den Heizbedarf des gesamten Gebäudeensembles durch modernste Wärmepumpen-Technik zu decken. Hinzu kommt das um rund 550 Quadratmeter verbesserte Platzangebot auf insgesamt rund 1.850 Quadratmetern. Das Haus der Jugend greift den Spirit des 21. Jahrhunderts auf. Das bewiesen die Jugendlichen, die vor der Eröffnung die Wände des neuen Jugendzentrums mit Graffiti neu gestalten durften. Eine ebenfalls kreative Aktion ist das Einweihungsgeschenk der Stadt Langenhagen an die Johanniter-Unfall-Hilfe. Der Pop-Art Künstlers Andora hat es gemalt. Durch das Projekt „Andora in Space“ erlangte Andora in den 1990er Jahren Bekanntheit. Da bemalte er eine russische Protonrakete, die anschließend ins All geschossen wurde. Angesprochen auf die heutige Jugend sagte Andora bei der Einweihung: „Junge Menschen haben es heute schwer einen Standpunkt einzunehmen und Position zu beziehen, und dass obwohl es scheinbar so viele Möglichkeiten gibt. Aber das Meiste ist vorbestimmt. Dadurch wird es schwierig, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, eigene Standpunkte zu haben und sich dafür stark zu machen. Ich habe einen Merksatz, der mir hilft meine eigenen Entscheidungen zu treffen: „Lebe Deine Zeit und bestimme den Inhalt.“