"Weg von Zwinger- und Käfighaltung"

Es wird langsam: Tierheim-Geschäftsführer Heiko Schwarzfeld vor dem 650.000 Euro teuren Neubau.Foto: D. Lange

Tierheim feiert Richtfest für das neue Katzenhaus

Krähenwinkel (dl) Das Tierheim Krähenwinkel wird künftig mehr Platz für seine Katzen zur Verfügung haben, denn der Rohbau des neuen Katzenhauses ist fertig gestellt worden. Zum Richtfest am Dienstag hatte das Tierheim all diejenigen eingeladen, ohne deren Unterstützung und Spendenbereitschaft dieses Projekt in dieser Form nicht hätte realisiert werden könnte. Der 1.Vorsitzende des Tierschutzvereins, Carsten Frey, bedankte sich in seiner kurzen Richtfestansprache bei den ausführenden Handwerksfirmen für die gute und schnelle Arbeit und besonders bei allen Spendern, Paten und Freunde des Tierheims für ihr großes Engagement. Wenn im Oktober das neue Katzenhaus mit einer Gesamtfläche von 450 Quadratmetern bezugsfertig ist, werden die bisherigen Platzprobleme bei den Katzen, ganz besonders in der Quarantänestation sicher endgültig der Vergangenheit angehören. Die bisherige Käfiganlage platzt aus allen Nähten und viele Katzen mussten deshalb schon sehr viel länger als eigentlich notwendig in der Quarantänestation bleiben. „Wir wollen auf der einen Seite weg von der Zwinger- und Käfighaltung“, betont der Geschäftsführer des Tierheims, Heiko Schwarzfeld, „darüber hinaus können wir die Tiere in dem neuen Haus aber auch viel besser vermitteln, denn die Interessenten können dann alle Katzen an einem Ort sehen und auswählen, was in der Quarantäne natürlich nicht geht." Die Tierheimleiterin, Doris Peterek, sagt dazu: „Aktuell haben wir 409 Tiere bei uns, davon alleine 201 Katzen und 92 Hunde. In dem Zeitraum von Januar bis heute konnten wir 286 Katzen an neue Besitzer vermitteln“. Das neue Katzenhaus biete gute Voraussetzungen dafür, diese Quote künftig noch zu erhöhen, denn alle Tiere sollen ja nicht auf Dauer, sondern nur vorübergehend im Tierheim leben.
Schließlich ist die Tiervermittlung ein wichtiges finanzielles Standbein des Tierheims. Das neue zweigeschossige Haus hat Platz für 173 Katzen, die in verschieden großen Räumen untergebracht sein werden, von denen jeder zusätzlich im Boden mit einem Wasserabfluss versehen ist, um die Reinigung zu erleichtern. Die Kosten allein für den Neubau liegen bei etwa 650.000 Euro. Das jetzige Katzenhaus wird dann zur neuen Quarantänestation umgebaut, dafür wird das bisherige Nebengebäude abgerissen und zu guter Letzt muss auch das Gelände um den Neubau herum wieder neu gestaltet werden. Die vorhandene Heizungsanlage mit zwei Blockheizkraftwerken ist leistungsfähig genug, auch das moderne, energiesparend konzipierte Haus mit seinen zwei Etagen zu versorgen. Unterm Strich werden dann am Ende etwa 1,2 Millionen Euro stehen, die ohne öffentliche Mittel oder Kredite, allein durch Spenden, Erbschaften und Mitgliedsbeiträge finanziert werden. Weil mehr Tiere auch mehr Betreuer brauchen, wurde für das neue Katzenhaus gleichzeitig eine zusätzliche Personalstelle für eine Vollzeitkraft eingerichtet.


Bu: Heiko Schwarzfeld, Geschäftsführer des Tierheims