Wegränder sind besiedelt

Leinenpflicht für Hunde vom 1. April bis 15. Juli

Langenhagen. "Viele Vogelarten brüten auch auf Randstreifen und an Wegrändern, auf vegetationsarmen Flächen und Brachen, an Kiesseen, Grabenrändern und in öffentlichen Parks. Also gerade dort, wo sich manche Leute Bodenbruten offenbar nicht vorstellen können", erklärt der NABU zur Leinenpflicht für Hunde vom 1. April bis 15. Juli. Über die fatalen Folgen, die frei laufende Hunde in der heimischen Vogelwelt anrichten, wissen wenige Menschen Bescheid, so der Hinweis weiter.
Zahlreiche Vogelarten brüten am Boden oder in Bodennähe: Kiebitz und Flussregenpfeifer, Rebhuhn, Feldlerche oder Nachtigall, um nur einige Vertreter unterschiedlicher Lebensräume zu nennen. Diese Arten brüten nämlich nicht nur auf scheinbar leblosen Ackerflächen, auf Wiesen und Weiden, sondern auch auf Randstreifen und an Wegrändern, auf vegetationsarmen Flächen und Brachen, an Kiesseen, Grabenrändern und in öffentlichen Parks unter Hecken und Gebüsch, also gerade dort, wo sich die Leute Bodenbruten offenbar nicht vorstellen können.
Taucht nun ein Hund im Nestumfeld eines solchen Bodenbrüters auf, gerät dieser in Panik, denn der Vogel unterscheidet nicht zwischen einem Wolf, einem Fuchs oder einem Hund: Für ihn sind sie alle potenzielle Beutegreifer, unabhängig von Rasse und Größe. Der pure Anblick des vermeintlichen Feindes genügt: Der Vogel verläßt fluchtartig sein Gelege oder seine Jungen. Eier und Dunenjunge kühlen rasch aus und sterben ab. Auch ältere Jungvögel können bei nasskaltem Wetter auskühlen oder bei Hitze kollabieren. Wenn ihre Eltern sie mehrfach oder längere Zeit verlassen müssen, verhungern sie oder werden zu Opfern natürlicher Feinde, die dann ihre Chancen nutzen.