Weitere Pilgerpfade sollen folgen

Mit dem Pilgern nutzten die Jugendlichen im Kirchenkreis eine Chance auf neue Wahrnehmungen. (Foto: Kirchenkreisjugenddienst)

Neue Angebote für die Jugend im Kirchenkreis

Langenhagen. „Geschafft! 85 Kilometer in vier Tagen, ein Rucksack mit allem, was wir brauchen auf dem Rücken, Wanderschuhe an den Füßen. Wer hätte das gedacht“, berichtet Franziska Feldmann, Diakonin und Sozialarbeiterin (in Anerkennung) im Kirchenkreisjugenddienst Burgwedel-Langenhagen rückblickend zum neuen Projekt „Pilgern bewegt“. 17 Jugendliche machten im Mai mit, sie waren auf dem Pilgerweg zwischen Loccum und Volkenroda dabei, und weil die Erfahrungen sehr gut waren, soll es weitere Pilgerfahrten geben. „Beschwingt sein“ und „Leichtigkeit erleben“ seien Begleiterscheinungen des Pilgerns, so der Hinweis von Franziska Feldmann. Dass auf dem beschrittenen Pilgerpfad nicht immer alles glatt lief, sei kein Widerspruch.
Zunächst ging alles gut los: Verabschiedet wurde die Gruppe am Hannover Hauptbahnhof von Diakonin Anna Thumser mit einem Reisesegen. Nächster Halt war Friedland. In der katholischen St. Norbert Gemeinde wurde die Gruppe bereits erwartet. Am nächsten Tag ging es nach Heiligenstadt. Nach einer kurzen Andacht heißt es Rucksäcke aufsetzen, einen Dehnkreis bilden und los. Geplant war für jeden Tag eine Strecke von gut 20 Kilometer. Gleich zu Beginn wurden schon Wetten abgeschlossen, wie oft man sich verlaufen werde. Leider behielten die Skeptiker recht. Gleich zweimal kam die Gruppe vom Pilgerweg ab. Manchmal half fragen weiter, manchmal irrte die Gruppe ein wenig herum und gelangte durch Zufall wieder auf den richtigen Weg. Dennoch - die zweite Herberge in Heiligenstadt wurde erreicht, und auch die Versorgung war gesichert.
Aufstehen und packen, laufen und ausruhen, essen und singen und schlafen war die Tagesroutine. Ganz einfach und auf das Wesentliche reduziert. Auch wenn das Laufen nicht von einem Tag zum nächsten leichter wurde, so gewöhnten sich die Jugendlichen ein wenig daran. Franziska Feldmann fasst zusammen: „Wir erlebten viel in diesen fast fünf Tagen. Wir waren zu Gast in evangelischen und katholischen Gemeinden, überquerten die ehemalige innerdeutsche Grenze, begegneten dem Bischof vom Erzbistum Erfurt und ließen uns segnen, teilten Wasser, Brot und Schokolade, sammelten Pilgerstempel, sangen und lachten. Es war eine sehr intensive Zeit.“