Welche Bäume müssen weichen?

Rotdorn oder Eichen? Was muss weichen? Oder am Ende doch gar nichts? (Foto: O. Krebs)

Ökologische Diskussion um die Verbreiterung des Engelbosteler Stadtweges

Engelbostel (ok). Rotdorn weg, Eichen weg oder doch lieber alles stehen lassen, wenn es um den Stadtweg geht? In der jüngsten Ratssitzung schlugen die Gemüter hoch, Bürgermeister Mirko Heuer nahm eine Unterschriftenliste verärgerter Engelbosteler in Empfang, die den Rotdorn behalten. Auf der anderen Straßenseite stehen amerikanische Eichen. Auch sie könnten bei einer Verbreiterung und Ausbau des Stadtweges wegen der neuen Feuerwache und des geplanten Einzelhandels auf 5,50 Meter durchaus der Kettensäge zum Opfer fallen. Fakt ist, dass der Feuerwehr keine Steine in den Weg gelegt werden sollen; der Rettungsweg habe absolute Priorität. Die Idee erst einmal Erfahrungswerte zu sammeln, stieß nicht durchweg auf Anklang, seien es doch schließlich Menschenleben, die auf dem Spiel stünden. Und auch eine weitere Frage kam auf: Muss denn der Ausbau überhaupt sein? Und welche Bäume sind denn ökologisch wertvoller? Die langlebigeren Eichen oder der seltenere und schön anzusehende Rotdorn? Die Auswirkungen eines Parkverbotes müssten auch noch überprüft werden. Nicht auf die Eiche oder den Rotdorn, aber letztendlich auf die Palme hat Wilhelm Behrens (Grüne/Unabhängige) die Bemerkung gebracht, dass das Geld in diesem Jahr noch ausgegeben werden müsse, da es in den Haushalt eingestellt worden sei. Das könne nicht sein, solche Eile sei nicht geboten. Ortsbildprägende Bäume müssten nach Ansicht der Mehrheit des Rates der Stadt Langenhagen erhalten bleiben.